Wachstum in Zentral- und Osteuropa bleibt stark

29. Dezember 2015, 12:10
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UniCredit "CEE Quarterly": Größtes Risiko ist eine schlechtere Entwicklung Europas – Türkei gewinnt 2016 an Kraft – In Russland beginnt Erholung

Wien – Das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) bleibt auch kommendes Jahr robust, wenngleich sich die einzelnen Länder unterschiedlich entwickeln. Während sich Kroatien (1,1 Prozent BIP-Wachstum) und Serbien (1,7 Prozent) kaum bewegen, werde die Türkei (3,0 Prozent) 2016 an Kraft gewinnen, erwarten die Unicredit-Experten gemäß ihrer aktuellen Ausgabe des "CEE Quarterly".

In Russland sollte Mitte 2016 eine leichte Erholung beginnen, die sich 2017 fortsetzt. Gleichzeitig müsse sich die Ukraine mit einem Wachstum um die zwei Prozent in den nächsten beiden Jahren bescheiden. Während sich das Wachstum in Bulgarien (2016: 3,0 Prozent, 2017: 2,9 Prozent) und Polen (2016: 3,7 Prozent, 2017: 3,8 Prozent) etwas stabilisieren sollte, wird für Rumänien (2016: 3,9 Prozent, 2017: 3,5 Prozent) eine Verlangsamung erwartet.

Insbesondere die jüngeren EU-Mitglieder aus Zentraleuropa – wie Bulgarien, Polen, Rumänien, Slowakei, die Tschechische Republik und Ungarn – würden mit mehr als drei Prozent weiterhin zügig wachsen, so die Ökonomen.

Trotz freundlichen Ausblicks orten die Experten einige Risiken, darunter eine schlechtere Entwicklung Europas, geopolitische Spannungen und Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed. (APA, 29.12.2015)

  • Die ungarische Wirtschaft soll nächstes Jahr stark zulegen. Am Bild: die neu eröffnete Firmenzentrale von Schenker im Land.
    foto: db schenker

    Die ungarische Wirtschaft soll nächstes Jahr stark zulegen. Am Bild: die neu eröffnete Firmenzentrale von Schenker im Land.

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