Deutsche Wirtschaft kritisiert Sanktionskurs gegen Russland

29. Dezember 2015, 07:20
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Von Berliner Regierung und EU – Chance auf "positive Dynamik in den gegenseitigen Beziehungen" verpasst

Moskau/Berlin – Die deutsche Wirtschaft kritisiert die Sanktionspolitik der Berliner Bundesregierung und der Europäischer Union gegenüber Russland. Die Art und Weise, wie die Sanktionen ohne große Debatte um sechs Monate verlängert worden seien, sei enttäuschend, sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, der "Süddeutschen Zeitung" vom Dienstag.

Nachdem die russische Regierung in den vergangenen Monaten Signale der Deeskalation ausgesandt habe, hätte die Wirtschaft sich "von den EU-Regierungschefs deutlich mehr Mut gewünscht, auf Russland zuzugehen", kritisierte Cordes. Damit werde erneut die Chance verpasst, "wieder zu einer positiven Dynamik in den gegenseitigen Beziehungen zu kommen."

Die Europäische Union hatte die Sanktionen gegen Russland vor Weihnachten um weitere sechs Monate verlängert. Die im Zuge der Ukraine-Krise verhängten Strafmaßnahmen gegen Russland wären ohne den Ratsbeschluss Ende Jänner ausgelaufen. (APA, 29.12.2015)

  • Deutsche Wirtschaftsvertreter fordern einen sanfteren Kurs der EU Putin gegenüber.
    foto: apa/afp/natalia kolesnikova

    Deutsche Wirtschaftsvertreter fordern einen sanfteren Kurs der EU Putin gegenüber.

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