FPÖ-Hofer fühlt sich für die Hofburg zu jung

28. Dezember 2015, 22:36
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Dritter Nationalratspräsident möchte erst in zwölf Jahren kandidieren

Wien – Der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer hat keine großen Ambitionen auf eine Kandidatur für die FPÖ zur Bundespräsidentenwahl. Er fühle sich mit 44 Jahren "etwas zu jung" für diese Aufgabe, sagte er am Montagabend in der "ZiB 2". Wenn man ihn in zwölf Jahren noch einmal frage, werde er aber sehr gerne kandidieren, erklärte Hofer.

Eine offizielle Entscheidung über einen blauen Kandidaten wird der FPÖ-Bundesparteivorstand treffen. Konkrete Vorschläge wollte Hofer zwar nicht machen, die zuletzt öfters genannten möglichen Kandidaten Josef Moser (Rechnungshofpräsident) und Ursula Stenzel kann er sich aber "sehr gut" vorstellen, wie Hofer sagte.

Zur Flüchtlingspolitik zeigte sich Hofer weitgehend um Zurückhaltung bemüht und ließ sich nicht zu Kritik an Parteikollegen hinreißen. "Ziegenhirte ist kein Schimpfwort", sagte er angesprochen auf den Facebook-Eintrag des Abgeordneten Christian Höbart, der sich über die Zuwanderung von "kulturfernen und ungebildeten Höhlenmenschen und Ziegenhirten" beschwert hatte. Deshalb sei es richtig, dass Höbart – anders als Susanne Winter – nicht aus der Partei ausgeschlossen wurde. Der "Großvater meiner Frau war einer der letzten Hirten in Österreich und hat das sehr gut gemacht", erzählte Hofer. (red, 28.12.2015)

  • Norbert Hofer sieht sich erst im Jahr 2028 als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl.
    foto: apa / helmut fohringer

    Norbert Hofer sieht sich erst im Jahr 2028 als Kandidat für die Bundespräsidentenwahl.

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