Doppeltes Tumorpech für den Tasmanischen Teufel – Flut neuer Theorien nach möglichem Boson-Fund

29. Dezember 2015, 06:00
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Doppeltes Tumorpech für den Tasmanischen Teufel

Cambridge – Ein Unglück kommt selten allein. Im Fall des Beutelteufels allerdings ist es wirklich ein äußerst rarer Zufall. Die größten Vertreter der Raubbeutler, die nur auf der Insel Tasmanien leben, sind dort wegen eines ansteckenden Gesichtstumors (Devil Facial Tumour Disease, DFTD) vom Aussterben bedroht. Nun berichtet ein internationales Forscherteam um Elizabeth Murchinson (Uni Cambridge) im Fachblatt PNAS, dass Beutelteufel noch von einer zweiten DFTD-Form bedroht ist, die sich genetisch eindeutig von der 1996 entdeckten Tumorart unterscheidet. (tasch)

Abstract
PNAS: "A second transmissible cancer in Tasmanian devils"

Flut neuer Theorien nach möglichem Boson-Fund

Genf – Früher einmal war es umgekehrt: Da sagte Peter Higgs ein Teilchen voraus und Jahrzehnte später wurde es vom Cern in Genf bestätigt. Nachdem am 15. Dezember dieses Jahres die LHC-Physiker angekündigt hatten, womöglich ein neues Teilchen entdeckt zu haben, wurden die Theoretiker weltweit aktiv. In den letzten zwei Wochen wurden bereits mehr als 100 Aufsätze bei arXiv hochgeladen, die eine Erklärung für das längst noch nicht bestätigte neue Boson liefern wollen. (tasch)

Link
Nature News: "Hint of new boson at LHC sparks flood of papers"

(29.12.2015)

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