Burundi: Regierung und Opposition nehmen Friedensgespräche auf

28. Dezember 2015, 18:54
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Vermittler Museveni bat Konfliktparteien, auf Vorbedingungen zu verzichten

Entebbe – Vertreter der Regierung und der Opposition in Burundi sind zu Friedensgesprächen im Nachbarland Uganda zusammengekommen. Ugandas Staatschef Yoweri Museveni rief die Konfliktparteien am Montag zum Auftakt der Verhandlungen dazu auf, die Gewalt zu beenden und eine politische Lösung zu finden. Er bat die Parteien, auf Vorbedingungen zu verzichten, da Menschenleben in Gefahr seien. "Wenn ihr nur Macht wollt, dann seid ihr ein Feind des burundischen Volkes", sagte der Präsident den Delegierten.

Die Opposition fordert den Rücktritt von Burundis Präsident Pierre Nkurunziza. Dieser lehnt dies allerdings ab. Seine Entscheidung, sich um eine dritte Amtszeit zu bemühen, hatte im April massive Proteste ausgelöst und das Land in seine größte Krise seit Ende des Bürgerkriegs 2005 gestürzt.

Westliche Staaten befürchten, dass ethnische Konflikte zwischen der Mehrheit der Hutus und der Minderheit der Tutsis wieder ausbrechen. Angesichts der jüngsten Gewalt im zentralafrikanischen Burundi ist die Afrikanische Union (AU) bereit, eine Friedenstruppe in das Land zu entsenden. (Reuters, 28.12.2015)

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