Stickoxide: Schon erledigt

Kolumne3. Jänner 2016, 11:48
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1937 führte Deutschland die ersten Geräuschlimits ein, Abgasvorschriften kamen erst in den 1960er-Jahren auf.

Dem hohen Nutzen des Automobils steht auch eine enorme Belastung für Umwelt und Gesellschaft gegenüber. So hat das Zurückdrängen der Nachteile des Autoverkehrs schon eine lange Geschichte. Noch bevor man Abgas als störend oder schädlich wahrnahm, war es bereits der Lärm, den es zu bekämpfen galt. So führte etwa Deutschland 1937 die ersten gesetzlichen Geräuschlimits für Autos ein. Die Geschichte der Abgasvorschriften beginnt dann in Kalifornien in den 1960er-Jahren.

Partikelfilter und Feinstaub

Interessant: Der Höhepunkt der Debatte wird in der Öffentlichkeit immer erst dann erreicht, wenn ein erheblicher Teil der Probleme bereits gelöst ist. Partikelfilter für Dieselautos etwa. Als die Feinstaubdiskussion ihren Höhepunkt erreichte, hatten alle neuen Dieselautos längst Partikelfilter. Ähnlich auch bei den Stickoxiden – dem einzigen Schadstoff aus dem Auspuff, der noch im Fokus der Kritik steht. Nicht weil die Verringerung des Stickoxidausstoßes ein grundsätzliches technisches Problem wäre, sondern weil sie Kosten verursacht und deshalb getrickst wurde.

E-Mobilität als Teil der Lösung

Wir können also davon ausgehen, dass auch diese Thematik bald erledigt sein wird. Die Elektrifizierung des Automobils ist Teil der Lösung. Sogar beim Verbrauch wird sich noch einiges verbessern lassen, auch wenn das nie wenig genug sein kann.

Die wichtigste und zugleich schwierigste Maßnahme aber wäre, die Mobilitätsstrukturen zu verändern, um einer totalen Überflutung des Erdballs mit Autos entgegenzuwirken. (Rudolf Skarics, 03.01.2016)

  • Wir müssen Mobilitätsstrukturen verändern und der Überflutung der Erde mit Autos entgegenwirken.
    foto: apa/dpa/bodo marks

    Wir müssen Mobilitätsstrukturen verändern und der Überflutung der Erde mit Autos entgegenwirken.

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