Zivilisten und Kämpfer werden aus drei Städten in Syrien gebracht

28. Dezember 2015, 10:23
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Letzter Punkt von seltenem Abkommen zwischen Regierung und Rebellen

Damaskus – In Syrien hat Aktivisten zufolge am Montag die letzte Phase zur Umsetzung eines seltenen Abkommens zwischen Rebellen und Regierung über die Verlegung von Kämpfern und Zivilisten begonnen. Demnach werden in den kommenden Tagen insgesamt 450 Menschen, darunter auch Verletzte, aus drei lange Zeit umkämpften Städten gebracht.

Aus Sabadani, der letzten Rebellenbastion an der Grenze zum Libanon, seien am Montag die ersten von 120 Kämpfern abgezogen worden und würden über den Libanon und die Türkei in andere noch von den Aufständischen gehaltene Gebiete in Syrien gebracht, teilte die in Großbritannien ansässige "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" mit.

Im Gegenzug sollten aus den letzten von Regierungstruppen gehaltenen schiitischen Ortschaften in der nordwestlichen Provinz Idlib, Fua und Kafraja, 335 Zivilisten und Kämpfer in andere Städte unter Kontrolle von Damaskus gebracht werden, teilte die oppositionsnahe Beobachtungsstelle überdies mit. Ihre Angaben wurden von unabhängiger Seite zunächst nicht bestätigt.

Die Verlegungen von Kämpfern beider Seiten ist der Abschluss eines dreistufigen Abkommens, das die Regierung und Aufständische im September unter UN-Vermittlung geschlossen hatten. Die erste Etappe war eine Waffenruhe, die zweite humanitäre Hilfe. (APA, 28.12.2015)

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