Islamistenmiliz Boko Haram tötete 14 Menschen im Nordosten Nigerias

27. Dezember 2015, 08:17
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Dorf niedergebrannt und auf Einwohner geschossen

Kano – Die Islamistenmiliz Boko Haram hat im Nordosten Nigerias mindestens 14 Menschen getötet und mehrere weitere verletzt. Die Islamisten seien am ersten Weihnachtstag in das Dorf Kimba im Bundesstaat Borno eingedrungen, hätten auf die Einwohner geschossen und sämtliche Häuser in Brand gesteckt, berichteten Wächter und Augenzeugen am Samstag.

Hunderte Dorfbewohner sind demnach in das benachbarte Biu geflohen und dort in einem Flüchtlingslager untergebracht worden.

Staatschef will Miliz bekämpfen

Boko Haram kämpft seit 2009 für einen islamistischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Dabei wurden mindestens 17.000 Menschen getötet und mehr als 2,6 Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Boko Haram lässt sich sinngemäß mit "westliche Bildung ist Sünde" übersetzen.

Nigerias seit Mai amtierender Staatschef Muhammadu Buhari hat es sich zum Ziel gesetzt, den Aufstand der Islamistengruppe bis Jahresende niederzuschlagen. Sicherheitsexperten halten dies angesichts der anhaltenden Angriffe von Boko Haram allerdings für unrealistisch. (APA, AFP, 27.12.2015)

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