Oh Euroraum, ohne Risiko gab's Zinsen kaum

27. Dezember 2015, 12:00
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Den stärksten Einfluss auf den Anlageerfolg hatten 2015 Währungen. Wer etwa in Dollar oder Franken investierte, erzielte ansehnliche Gewinne

Wien – Das Jahr 2015 war definitiv keines, das sicherheitsbedürftiges Anlageverhalten belohnt hat. Um sich nicht mit ausgesprochen magerer Ausbeute begnügen zu müssen, war das Ausweichen in andere Währungsräume oder risikobehaftete Anlagen unumgänglich.

Denn wer Ende des Vorjahres 1000 Euro in ein Sparbuch mit einjähriger Bindungsfrist investiert hat, kann bloß einen Zuwachs von dürftigen sechs Euro verbuchen. Nur geringfügig besser abgeschnitten haben zehnjährige österreichische Bundesanleihen: Dank Zinszahlung und Kursgewinn stehen am Ende des Jahres 1016 Euro zu Buche.

Kurioserweise haben sich heuer andere Währungen am besten entwickelt. Wer 1000 Euro in Schweizer Franken getauscht hat, verfügt nun selbst ohne zusätzliche Verzinsung über einen Gegenwert von 1109 Euro. Im selben Ausmaß haben sich am Papier freilich auch die Schulden durch Franken-Finanzierungen erhöht.

Auch der Dollar befand sich im Aufwind, und zwar so stark, dass der Dow Jones inklusive Dividenden trotz eigentlich leicht negativer Entwicklung für Euro-Investoren immer noch 1088 Euro abwirft. Gleiches gilt für das unverzinste Gold, das es auf 1085 Euro bringt. Gewissermaßen aus eigener Kraft haben Europas Aktienmärkte ihre Renditen eingefahren, wobei der ATX mit 1104 Euro besser als der Dax abschneidet.

Dass Risiko nicht immer belohnt wird, zeigen die Rohstoffe: Trotz Rückenwind durch den Dollar sind nur noch 824 Euro übrig. (Alexander Hahn, 24.12.2015)

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