Fischer beruft gegen Urteil im Tetron-Prozess

23. Dezember 2015, 14:53
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Auch Mensdorff-Pouilly hat berufen. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig

Wien – Nachdem der Zweitangeklagte im Blaulichtfunk-Prozess, der Lobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly, bereits Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde gegen seine Verurteilung eingelegt hat, hat nun auch der Erstangeklagte, Ex-Telekom-Manager Rudolf Fischer, dies getan, teilte das Straflandesgericht Wien auf Anfrage mit.

Richter Michael Tolstiuk hatte Fischer wegen Untreue zu einem Jahr und Mensdorff-Pouilly wegen Beitragstäterschaft zu Untreue zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

1,1 Million Euro an Mensdorff

Angeklagt war eine 1,1 Millionen Euro schwere Überweisung der Telekom Austria an Mensdorff, der dafür Beraterleistung bei der Vergabe des Blaulichtfunksystems Tetron für die Telekom erbracht haben will. Des Weiteren soll er für die Osteuropaexpansion der Telekom beratend tätig gewesen sein. Laut Gericht entsprachen die belegbaren Leistungen aber keinesfalls der Summe von 1,1 Millionen Euro. Nicht klären konnte das Gericht, wo das Geld verblieben ist – also ob es Mensdorff weiterhin hat oder ob er einen Teil an etwaige weitere Beteiligte weitergereicht hat. (APA, 23.12.2015)

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