Wo Chefs im Forschungsbereich mehr als der Kanzler verdienen

22. Dezember 2015, 13:35
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Austrian Institute of Technology vom Rechnungshof extra ausgewiesen –Große Unterschiede bei Uni-Rektoraten

Wien – Deutliche Unterschiede in den Einkommen gibt es laut einem am Dienstag vorgelegten Bericht des Rechnungshofs (RH) in den Uni-Rektoraten. Der durchschnittliche Jahresbezug eines Rektoratsmitglieds (Vollzeitäquivalent) lag demnach zwischen knapp 106.000 (Medizin-Uni Graz) und 248.000 Euro (Technische Universität/TU Graz).

Jahresbruttoeinkommen

Ausgewiesen wird dabei das Jahresbruttoeinkommen (einschließlich Erfolgsprämien und freiwillige Sozialaufwendungen) auf Basis von Vollzeitäquivalenten. Im Regelfall bestehen die Rektorate aus einem Rektor (der das höchste Einkommen hat und Vollzeit beschäftigt ist) sowie mehreren Vizerektoren (deren Aufgabengebiete je nach Anzahl unterschiedlich groß sind und die Teilzeit arbeiten können).

Auf Durchschnittsgehälter von 200.000 Euro oder mehr kamen Rektoratsmitglieder neben der TU Graz auch an der Medizin-Uni Wien (240.000), der Musikuni Wien, der Wirtschaftsuniversität (je 228.000), der TU Wien (225.000), der Montanuni Leoben (224.000) der Uni Wien (210.000) und der Uni Klagenfurt (200.000). Verhältnismäßig wenig erhielten ihre Kollegen am Mozarteum (127.000), der Universität für Bodenkultur (Boku; 138.000) und der Akademie der bildenden Künste (153.000).

Mehr als der Kanzler

Im Forschungsbereich verdienten die beiden Chefs des Austrian Institute of Technology (AIT) 2014 durchschnittlich 311.000 Euro und werden damit vom RH extra ausgewiesen, weil ihr Einkommen höher als jenes des Bundeskanzlers (295.000) ist. Die beiden Chefs der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) kamen auf 230.000 Euro im Schnitt, am Institute of Science and Technology Austria (ISTA) waren es 245.000 Euro. (APA, 22.12.2015)

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