Wiener Linien weiten Videoüberwachung in U-Bahn-Stationen aus

22. Dezember 2015, 11:00
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Zu 2.000 Kameras kommen 160 vorrangig im U4- und U6-Bereich dazu – Sicherheitsbedürfnis der Fahrgäste als Argument

Wien – Die Wiener Linien weiten die Videoüberwachung in den U-Bahn-Stationen aus. Zu den bereits rund 2.000 Kameras kommen in den nächsten Jahren noch einmal 160 dazu, bestätigte Sprecher Answer Lang der APA diesbezügliche Medienberichte am Dienstag. Argumentiert wird die Maßnahme mit dem persönlichen Sicherheitsbedürfnis der Fahrgäste.

Die neuen Geräte werden schrittweise vor allem in jenen Haltestellen installiert, die einer Sanierung unterzogen werden – also in Stationen entlang der U6 und der U4. Für letztere steht ab kommendem Jahr eine groß angelegte Generalüberholung am Programm.

Derzeit zeichnet ein Teil der Kameras für 48 Stunden auf, danach werden die Aufnahmen – Stichwort Datenschutz – wieder gelöscht. Bis dahin kann die Polizei die Aufnahmen zwecks Aufklärung von Delikten anfordern. Im Vorjahr war das rund 4.500 Mal der Fall.

Sicherheit am wichtigsten

Der Rest der Geräte überträgt nur Live-Bilder, springt aber ebenfalls in den Aufzeichnungsmodus, wenn in der jeweiligen Station ein Notstopp oder eine Notsprecheinrichtung betätigt wird. "Außerdem werden die Bilder dieser Kamera dann sofort bei uns in der Leitstelle sichtbar", betonte der Sprecher. Die zusätzlichen 160 Kameras werden allesamt permanent 48-Stunden-Aufzeichnungen liefern.

Laut Lang steht für die Fahrgäste das Bedürfnis nach Sicherheit ganz oben, verwies er auf eine Erhebung aus 2014. Dem komme man nach. Damals gaben 91 Prozent der Befragten an, dass ihnen dieser Punkt wichtig sei. Damit liegt die Sicherheit sogar noch vor dem Wunsch nach Informationen bei Betriebsstörungen, die auf 89 Prozent kam.

Inklusive der Videoüberwachung in den Öffi-Fahrzeugen zählen die Wiener Linien aktuell rund 8.000 Kameras. In rund 80 Prozent der U-Bahn-Züge, zwei Drittel der Busse und einem Drittel der Straßenbahnen werden die Passagiere bereits beäugt. Mittelfristig – also dank Nachrüstung bzw. permanentem Austausch des Fuhrparks – will man überall auf 100 Prozent kommen, sagte der Sprecher. (APA, 22.12.2015)

  • Die Wiener Linien erweitern ihre Videoüberwachung um 2.000 Kameras.
    foto: apa-foto: roland schlager

    Die Wiener Linien erweitern ihre Videoüberwachung um 2.000 Kameras.

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