13 Jahre Haft für Anschlagspläne auf polnisches Parlament

21. Dezember 2015, 16:22
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Rechtsradikaler Chemiker wollte mit Bombenattacke Revolution auslösen

Warschau – Ein polnischer Chemiker ist für die Planung eines Bombenanschlags auf das Parlament in Warschau zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Angeklagte sei fest entschlossen gewesen, seine Pläne in die Tat umzusetzen, sagte die Richterin der Agentur PAP zufolge am Montag in Krakau (Kraków). Er habe die wichtigsten Personen des Staates umbringen und eine Revolution auslösen wollen.

Auch der damalige liberalkonservative Regierungschef Donald Tusk und Expräsident Bronisław Komorowski sollen Ziele des geplanten Anschlags gewesen sein.

Der Mann war im November 2012 in Krakau festgenommen worden. Die Polizei fand in seinem Haus Materialien zum Bombenbau. Nach Angaben der Ermittler soll er versucht haben, zunächst zwei Studenten für den Anschlag anzuwerben. Nachdem diese absprangen, habe er seine Pläne allein fortgesetzt. Der Verurteilte soll sich an den Taten des rechtsradikalen norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik orientiert haben. Er selbst behauptete vor Gericht, dass er von verdeckt arbeitenden Ermittlern des Geheimdienstes ABW in eine Falle gelockt worden sei. (APA, 21.12.2015)

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