Georg Breinschmid: Ohne Bratsche, aber mit gehörigem Groove

21. Dezember 2015, 15:58
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Georg Breinschmid tritt morgen, Dienstag, mit seinem Streichquartett im Salzburger Spiegelzelt auf: Klassik, Jazz und Pop gelangen dabei zu neuen Ehren

Salzburg – Bassist und Komponist Georg Breinschmid tanzt auf vielen musikalischen Hochzeiten. Der zwischen Jazz und Klassik, Wienerlied und Pop, alpenländischem Brauchtum und "Höherem Blödsinn" à la Monty Python und Dada pendelnde Allrounder gastiert am Dienstag, 22.12., beim Winterfest im Salzburger Spiegelzelt. Der gebürtige Amstettener studierte Kontrabass an der Wiener Musikhochschule, zugleich spielte er bereits in diversen Orchestern, Jazzformationen und Kammermusikensembles.

Von 1996 bis 1998 war Breinschmid Mitglied der Wiener Philharmoniker, danach wechselte er von ehrwürdigen Konzertsälen in Jazzclubs und auf Kleinkunstbühnen. Bis 2006 gehörte er zum Vienna Art Orchestra, wo er auf seinen Kollegen Thomas Gansch traf, mit dem er bis heute immer wieder zusammenarbeitet (Gansch & Roses). Daneben musiziert Breinschmid auch mit dem Salzburger Klassikgeiger Benjamin Schmid und Gitarrist Diknu Schneeberger – die beiden verneigen sich vor den Jazzpionieren Stéphane Grappelli und Django Reinhardt (Quintette du Hot Club de France).

Weltmusik bis 6. Jänner

Neben Solo- und zahlreichen weiteren Gruppenprojekten betreibt der Jaco Pastorius verehrende Bassist auch die Combo Strings & Bass: Gemeinsam mit den gleichfalls komponierenden Kollegen Florian Willeitner (Violine), Johannes Dickbauer (Violine) und Matthias Bartolomey (Violoncello) mischt Breinschmid Jazz, Pop und Klassik mit diversen Folk-Idiomen zu einem ungewöhnlichen Sound – nicht zuletzt, weil ein Streichquartett ohne Bratsche und mit Groove selten ist. Das Quartett präsentiert sein Programm Irish Wedding in Bucharest.

Bis zum 6. Jänner gastieren weitere Künstler, deren Arbeiten zwischen Weltmusik, Jazz und Folk angesiedelt sind: elixSerious, LeRoXa, Meetin' Moa & The Wild Birds sowie der Schauspieler und Kabarettist Edi Jäger mit seinem Robert-Gernhardt-Komikprogramm Die Blusen des Böhmen. Danach mutiert das Jugendstilzelt von 2. bis 5. Jänner zum Filmpalast, in dem Arbeiten von Charlie Chaplin, Laurel & Hardy (jeweils mit Live-Klavierbegleitung) und Federico Fellinis Klassiker La Strada laufen. (Gerhard Dorfi, 21.12.2015)

  • Vereint unterschiedliche Musikstile zu neuer Harmonie und ungewöhnlichem Sound: B I L D U N T E R S C H R I F T: der Kontrabassist Georg Breinschmid an seinem Arbeitsgerät.
    foto: julia wesely

    Vereint unterschiedliche Musikstile zu neuer Harmonie und ungewöhnlichem Sound: B I L D U N T E R S C H R I F T: der Kontrabassist Georg Breinschmid an seinem Arbeitsgerät.

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