Kerzen werden für die EU zum brennenden Problem

2. März 2016, 15:13
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Die EU-Kommission will Verbraucher mit einer Norm vor Gefahren durch Wachslichter schützen

Brüssel/Wien – Ein Vorstoß zu einer neuen EU-Norm sorgt derzeit für ähnliche Häme wie die vor einigen Jahren aufgegebene "Gurkenkrümmungsverordnung". Die EU-Kommission plant, Sicherheitsvorschriften für Kerzen und Kerzenhalter festzulegen.

Ein Thema, bei dem auch wirklich viel passieren kann, weiß man von unzähligen Unfällen mit Adventkranz und Christbaum. "Das Sicherheitsdesign sollte Vorrang vor Sicherheitsvorschriften haben", heißt es sperrig in der diesbezüglichen Vorlage, für die nicht alle EU-Politiker Feuer und Flamme waren. Nach viel spöttischer Kritik an dem Vorstoß soll er nun nochmals überprüft werden.

Kommt Rückzieher

Möglicherweise wird die Initiative wieder zurückgezogen, wie es im Falle der "Ölkännchenverordnung" schon vorgekommen ist. Dabei hätten die kleinen Ölfläschchen, die häufig auf den Tischen in Restaurants und Gasthäusern im Süden der EU herumstehen und mit denen Salate mariniert werden, reguliert und standardisiert werden sollen.

Solche Hinweise gibt es bereits

Die Vorgaben, die der Kommission in der Kerzenfrage vorschweben: Diese sollten so gestaltet sein, dass sie nicht umfallen – auch, wenn sie beim Abbrennen ihre ursprüngliche Gestalt verlieren. Die Flamme soll nicht zu hoch werden können. Kerzen sollen von selbst ausgehen, wenn sie abgebrannt sind.

Haustiere schützen

Rußemissionen sind so gering wie möglich zu halten. Außerdem wichtig: Kerzen nie in einem Raum brennen lassen und den Raum verlassen. Kinder und Haustiere nicht zur Flamme lassen. Nichts Brennbares hinhalten.

Damit solche Vorgaben universell verstanden werden, sollen sie am besten in Piktogrammen gestaltet werden – so, wie es bei importierten Kerzen aus China sowieso bereits häufig der Fall ist. Es hat seinen Grund, warum die Chinesen auf den Weltmärkten so erfolgreich sind. (Johanna Ruzicka; 20.12.2015)

  • Kinder und Haustiere wollen geschützt werden.
    foto: apa/barbara gindl

    Kinder und Haustiere wollen geschützt werden.

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