Kritik und neuer Vertrag für Grillitsch

20. Dezember 2015, 12:34
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ÖFB-Nachwuchsspieler als Sündenbock nach Bremen-Niederlage – Pflichtspieleinsätze sorgen für Vertragsverlängeurng

Nach der 1:2-Niederlage von Werder Bremen bei Eintracht Frankfurt zum Hinrunden-Abschluss der deutschen Fußball-Bundesliga ist Florian Grillitsch in die Kritik geraten. Der ÖFB-U21-Teamspieler leistete sich am Samstag am eigenen Sechzehner einen unnötigen Ballverlust, der zum Siegestor der Hessen führte.

Unmittelbar danach wurde der Niederösterreicher vom erbosten Werder-Goalie Felix Wiedwald geschubst. In der Folge zeigte sich der Schlussmann wegen dieser Aktion etwas zerknirscht. "So etwas darf nicht passieren. Meine Emotionen müssen raus. Dafür muss ich mich entschuldigen", wurde Wiedwald von der "Bild"-Zeitung zitiert. Der Keeper bekam aber auch Rückendeckung von Clubmanager Thomas Eichin. "Felix kann das ruhig tun. Das muss man abkönnen."

Durch die Niederlage in Frankfurt beendeten die Bremer die erste Saisonhälfte auf dem Relegationsplatz 16 und haben nur 15 Punkte auf dem Konto. So schlecht standen die Norddeutschen zu Weihnachten schon seit über 40 Jahren nicht mehr da.

Für Grillitsch gab es von Eichin tröstende Worte. "Der Junge ist unerfahren. Ich hoffe, dass er daraus lernt." Werder-Trainer Viktor Skripnik, der in Frankfurt auf den verletzten Zlatko Junuzovic verzichten musste, verteidigte den vermeintlichen Sündenbock: "Fehler gehören dazu. Florian ist selbstkritisch. Die Winterpause jetzt ist für ihn gesund."

Nichtsdestotrotz hat sich der Vertrag von Grillitsch automatisch um ein Jahr verlängert. Er absolvierte gegen Frankfurt seinen zehnten Pflichtspiel-Einsatz in dieser Saison. Dies war nach einer Klausel im Vertrag gleichbedeutend mit einer Verlängerung bei Werder. (APA/red. 20.12.2015)

  • Freud' und Leid' für Florian Grillitsch.
    foto: reuters/morton

    Freud' und Leid' für Florian Grillitsch.

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