Razzia in Justizanstalt Garsten: Polizei fand Waffen und Handys

18. Dezember 2015, 17:05
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Hieb- und Stichwaffen wurden sichergestellt – Einvernahmen laufen

Linz – Nach dem offensichtlich durch einen anonymen Hinweis vereitelten Fluchtversuch mehrerer Insassen aus der Justizanstalt Garsten laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren. Am Freitag galt es, zunächst einmal die "Beute" der stundenlangen Razzia in der Haftanstalt zu sichten. "Es konnten in mehreren Hafträumen Hieb- und Stichwaffen sowie Mobiltelefone sichergestellt werden", erläutert Josef Schmoll von der Generaldirektion für den Strafvollzug im Justizministerium im Standard-Gespräch.

Die Besitzer der beschlagnahmten Gegenstände nimmt man sich jetzt gesondert vor. Schmoll: "Da laufen die Einvernahmen." Ob sich der Hinweis auf einen Ausbruchsversuch samt Geiselnahme bestätigt habe? Schmoll: "Wer wird das zugeben? Aber was man sagen kann, ist, dass die von dem Hinweisgeber beschriebenen Örtlichkeiten, wo dies geplant gewesen wäre, auch den Tatsachen entsprechen." Die mutmaßlich beteiligten Insassen sitzen nun getrennt in verschiedenen Justizanstalten ihre Haftstrafen weiter ab.

Schlösser nicht manipuliert

Überprüft wurde am Freitag auch, ob in der Haftanstalt Gitter, Türen oder Schlösser manipuliert wurden. "Das können wir aber mittlerweile ausschließen", so Schmoll. Der unerwartete Polizeibesuch kam für die 420 Häftlinge am Donnerstag gegen 15.00 Uhr. 73 Mitglieder der Justizeinsatzgruppe aus verschiedenen Justizanstalten, 50 Justizwachebeamte der Justizanstalt Garsten sowie 92 Polizeibeamte und 14 Diensthundeführer mit Polizeihunden waren bis 21 Uhr im Einsatz. (mro, 19.12.2015)

  • Polizeieinsatz bei der Haftanstalt Garsten wegen eines Fluchtversuchs, der vereitelt werden konnte.
    foto: apa/fotokerschi.at/klaus mader

    Polizeieinsatz bei der Haftanstalt Garsten wegen eines Fluchtversuchs, der vereitelt werden konnte.

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