Norwegischer Dreifachsieg im Super-G

18. Dezember 2015, 13:25
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Svindal gewinnt in Gröden vor Jansrud und Kilde. Bester Österreicher wurde Matthias Mayer als Vierter

Gröden – Drei Norweger auf einem Podest, das ist so ungewöhnlich nicht. Im Langlauf zum Beispiel, oder auch dann und wann im Skispringen oder im Biathlon. Aber im Skirennsport? Aksel Lund Svindal und Kjetil Jansrud sind nur zwei. Henrik Kristoffersen ist zwar ein dritter norwegischer Siegläufer, aber halt in anderen Disziplinen erfolgreich als die beiden anderen.

Nun, wie auch immer, am Freitag geschah ein norwegischer Dreifachsieg in einem Skirennen. Zum dritten Mal in der Geschichte des Weltcups – davor gab es das schon 1994 (Kombination von Chamonix) und 1998 (Slalom von Yong Pyong).

2015, Super-G, Gröden: Svindal gewann, Jansrud wurde Zweiter und – aufgemerkt – Aleksander Aamodt Kilde Dritter. Bis dahin wurde Kilde, 23, nicht extrem auffällig. Zweimal Siebenter und einmal Zehnter war er schon im Weltcup. Jeweils im Jahr 2015, jeweils in einem Super-G. "Es ist sehr schön mit meinen beiden Teamkollegen auf dem Podest zu stehen. Ich kann es fast nicht glauben, hier zu sein", sagte Kilde.

Großartiges Norwegen

Aksel Lund Svindals Erfolgsliste ist etwas länger. Aber Svindal ist auch schon 32 und lange dabei. Auf 29 Weltcup-Siege hat er es nun gebracht, in diesem Winter schon auf vier, im Super-G insgesamt auf 14 und in Gröden auf vier. "Der Schnee hier liegt mir einfach." Jansrud, um 0,34 Sekunden geschlagen, sagte: "Es ist ein guter Tag für mich und ein großartiger für Norwegen."

Für Österreich war es kein großartiger Tag, aber auch kein miserabler. Matthias Mayer fuhr mit leichten Schmerzen aufgrund einer Schuhrandprellung auf Rang vier, verpasste das Podest um eine Zehntelsekunde. "Die Fahrt war okay. Ein paar Stellen hätte man vielleicht ein bisschen besser fahren können, aber das kann man immer." Georg Streitberger war auch nicht restlos zufrieden, belegte trotzdem Rang sieben. Patrick Schweiger wurde Achter, Vincent Kriechmayr Zehnter.

Hirscher spart Kraft

Im Gesamtweltcup hat Svindal ziemlich aufgeholt, 23 Punkte fehlen ihm auf Marcel Hirscher. Der Salzburger, heuer Super-G-Sieger in Beaver Creek, ließ das Rennen am Freitag aus. Kraft sparen. Am Sonntag will er im Riesentorlauf von Alta Badia was reißen. Am Samstag wird in Gröden noch abgefahren. Ein Klassiker.

Svindal könnte zum alleinigen Rekordsieger auf der Saslong mutieren. Ein Erfolg in der Abfahrt von Gröden wäre eine Premiere für den Norweger, aber keine Überraschung. Zweimal fuhren die Herren in diesem Winter schon ab, zweimal war Svindal der Schnellste. Und der Schnee in Gröden liegt ihm. (APA/rie, 18.12.2015)

Ergebnis

Super-G Gröden

Die meisten Herren-Weltcupsiege:

1. Ingemar Stenmark (SWE) 86
2. Hermann Maier (AUT) 54
3. Alberto Tomba (ITA) 50
4. Marc Girardelli (LUX) 46
5. Pirmin Zurbriggen (SUI) 40
6. Benjamin Raich (AUT) 36
7. Marcel Hirscher (AUT 34
8. Bode Miller (USA) 33
9. Stephan Eberharter (AUT) 29
9. Aksel Lund Svindal (NOR) 29
11. Phil Mahre (USA) 27
12. Ivica Kostelic (CRO) 26
12. Franz Klammer (AUT) 26
14. Ted Ligety (USA) 25

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    foto: apa/ap/trovati

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