Nein zu radikaler Predigt: Islamabad stellt Telefone und Internet ab

18. Dezember 2015, 13:13
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Um einen radikalen Mullah daran zu hindern, seine Predigt zum Freitagsgebet zu verbreiten

Islamabad – Um einen radikalen Mullah daran zu hindern, seine Predigt zum Freitagsgebet zu verbreiten, hat die Stadtverwaltung der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zum dritten Mal in Folge für Stunden Internet und Mobilfunk abgestellt. Maulana Abdul Aziz, Geistlicher der großen Roten Moschee, darf seit Ende November nicht mehr öffentlich predigen.

Damals hatte er eine Kampagne zur Wiedereinführung der Scharia in Pakistan begonnen. Der Mullah will sich das Wort nicht verbieten lassen und verkündete, er werde seine Predigt ins Handy sprechen oder per Skype übermitteln. Seine Freunde an der Moschee würden die Predigt mit Lautsprechern in die Moschee übertragen. Islamabad antwortet auf diesen Plan nun jeden Freitag zur Hauptgebetszeit mit der Totalabschaltung.

Mullah Aziz gilt als Bewunderer und Unterstützer der pakistanischen Taliban. Die sind verstärkt Ziel von Militäroffensiven, seit vor einem Jahr Taliban in einer von der Armee betriebenen Schule 136 Kinder getötet hatten. Seitdem bemüht sich Pakistan, Hasspredigern und Islamisten ihre Bühnen zu entziehen. (APA, 18.12.2015)

  • Maulana Abdul Aziz darf nicht mehr öffentlich Predigen.
    foto: apa/afp/qureshi

    Maulana Abdul Aziz darf nicht mehr öffentlich Predigen.

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