20. Todestag von Computer-Pionier Konrad Zuse

17. Dezember 2015, 11:36
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Berliner Erfinder präsentierte 1941 dem ersten funktionsfähigen Rechner

Er hatte die Größe eines Kastens und war der erste voll funktionstüchtige und programmierbare Rechner der Welt: Die Erfindung des Z3 machte Konrad Zuse (1910-1995) berühmt. Morgen, Freitag, jährt sich der Todestag des deutschen Ingenieurs zum 20. Mal. Der Computer-Pionier starb am 18. Dezember 1995 in Hessen.

"Das große Echo blieb aus"

Im Alter von 26 Jahren hatte Zuse bereits fünf Jahre vor dem Z3 seinen ersten Computer Z1 fertiggestellt. Die Weiterentwicklung Z3 konnte in drei Sekunden multiplizieren, dividieren und Quadratwurzeln ziehen. 1941 präsentierte der bei den Henschel-Flugzeugwerken angestellte Bauingenieur vor ein paar Wissenschaftern in seiner Werkstatt in Berlin-Kreuzberg den Rechner, der eine Speicherkapazität von 64 Wörtern hatte. "Das große Echo blieb aber aus: keine Presse, keine Weltsensation – es herrschte Krieg", sagt sein Sohn Horst Zuse, ein pensionierter Techniker.

In Osthessen gründete Konrad Zuse seine eigene Firma. Reich wurde er damit nicht, im Gegenteil: Die Konkurrenz in den USA und Deutschland holte in Sachen Computern schnell auf. In den 1960er Jahren schluckte Siemens die verschuldete Zuse KG. Gut ein Jahrzehnt später trat Steve Jobs mit seinem ersten Apple Computer auf den Plan. Zusammen mit Microsoft-Gründer Bill Gates zählt er heute zu den Begründern des Computerzeitalters. (APA/dpa, 17.12.2015)

  • Konrad Zuse im Jahr 1980 in seinem Atelier in Huenfeld bei Fulda.
    foto: ap-photo/karsten thielker

    Konrad Zuse im Jahr 1980 in seinem Atelier in Huenfeld bei Fulda.

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