Amazon wegen Verkaufs verbotener Waffen unter Druck

17. Dezember 2015, 09:57
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Der "Guardian" konnte Elektroschocker und Pfefferspray-Pistolen bestellen

Die britische Amazon-Filiale ist wegen des Verkaufs von illegaler Waffen ohne Background-Check in der Kritik. Reporter des "Guardian" waren in der Lage, beispielsweise Pfefferspray-Pistolen oder Elektro-Taser zu bestellen. Die Order erfolgte dabei teilweise über Dritthändler in den USA und Israel, die ihr Geschäft über Amazon vermittelten. Eine Pfefferspray-Pistole soll jedoch auch direkt von Amazon geliefert worden sein – sogar binnen 48 Stunden nach der Bestellung.

Ermittlungen laufen

Nun laufen Ermittlungen gegen Amazon. Die Waffen waren teilweise unter falschen Deklarationen durch den Zoll gelangt, wenn sie von den USA oder aus Israel importiert wurden. Auch auf der deutschsprachigen Amazon-Seite gibt es zahlreiche Angebote in diese Richtung, wenngleich nicht klar ist, ob eine Bestellung problemlos funktionieren würde. Pfefferspray-Pistolen und Taser gelten als durchaus gefährliche Waffen – vor allem, wenn ihre Nutzung nicht in einer Schulung vermittelt wurde. (red, 17.12.2015)

  • Taser und Co: Waffen dieser Art konnten britische Reporter auf Amazon bestellen
    foto: reuters/flauraud

    Taser und Co: Waffen dieser Art konnten britische Reporter auf Amazon bestellen

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