Zollabschaffung für Hightech-Produkte fixiert

16. Dezember 2015, 18:59
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Erweitertes Informationstechnologie-Abkommen auf WTO-Ebene vereinbart

Handelsminister aus 53 WTO-Mitgliedsstaaten haben am Mittwoch in Nairobi ein erweitertes Informationstechnologie-Abkommen vereinbart. Damit werden die Zölle für 201 Hightech-Produkte aus dem Bereich der Informationstechnologien schrittweise abgeschafft. Ab 1. Juli 2016 sollen die Zölle innerhalb von drei Jahren abgeschafft werden, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwochabend mit.

Günstigere Handys und Computer

Bei der Vereinbarung handle es sich um die erste Übereinkunft über eine weitreichende Zollsenkung in der WTO seit fast zwei Jahrzehnten. "Das ist ein wichtiger Verhandlungserfolg, von dem auch Österreichs exportorientierte Wirtschaft profitieren wird", so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in einer Aussendung. Auch die Konsumente würden davon profitieren, zum Beispiel durch günstigere Handys und Computer.

Das Abkommen umfasst demnach ein jährliches Handelsvolumen von rund 1,2 Billionen Euro und damit einen Anteil von zehn Prozent des heutigen Welthandels. Die teilnehmenden Länder decken rund 90 Prozent des Welthandels mit IT-Produkten ab.

Ab Juli 2016

Umfasst sind Produkte wie Halbleiter der neuesten Generation, integrierte Mehrkomponenten-Schaltkreise, Navigationsgeräte, Elektrogeräte, Multimediaprodukte sowie hoch entwickelte medizinische Ausrüstung. Ab dem Anwendungszeitpunkt mit 1. Juli 2016 sollen die Zölle dafür innerhalb von drei Jahren abgeschafft werden.

Das neue Informationstechnologie-Abkommen ist offen für den Beitritt von weiteren interessierten WTO-Mitgliedern. Gemäß dem WTO-Prinzip der Meistbegünstigung können auch jene WTO-Mitglieder, die dem Abkommen nicht angehören, von der Zollabschaffung profitieren, so das Ministerium. (APA, 16.12.2015)

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