Google wehrt sich gegen russische Kartellauflagen

16. Dezember 2015, 16:09
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Alle Anbieter sollen gleichberechtigt zum Zuge kommen

Der Internetriese Google wehrt sich gegen Auflagen der russischen Kartellwächter und klagt vor dem Moskauer Schiedsgericht. Das bestätigte die russische Wettbewerbsbehörde FAS am Mittwoch. Sie hatte Google vorgeschrieben, dass bei Anwendungen für Smartphones mit dem Betriebssystem Android in Russland alle Anbieter gleichberechtigt zum Zuge kommen müssen.

Hohe Geldstrafe droht

Dafür ist eine Frist bis Freitag (18. Dezember) gesetzt. Sonst droht dem Unternehmen eine Geldstrafe bis zu 15 Prozent des Jahresumsatzes mit Apps von 2014.

Der Vorwurf ist, dass Google seine Apps paketweise auf Handys vorinstallieren lässt und anderen App-Herstellern den Zugang erschwert. Der russische Suchmaschinenbetreiber und größte lokale Google-Konkurrent Yandex hatte das Verfahren Anfang 2015 ausgelöst. Google hat in der Vergangenheit solche Vorwürfe stets als unbegründet zurückgewiesen. Auch die Kartellwächter der EU-Kommission prüfen derzeit den Wettbewerb bei Android. (APA/dpa, 16.12.2015)

  • Google drohen in Russland hohe Strafen.
    foto: ap photo/marcio jose sanchez

    Google drohen in Russland hohe Strafen.

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