Thailand: Sieben Jahre Haft wegen Majestätsbeleidigung

16. Dezember 2015, 12:44
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Genauer Grund für die harsche Strafe für Thailänderin bleibt unklar

Bangkok – Eine Thailänderin ist von einem Militärgericht in Bangkok zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil sie den König beleidigt haben soll. Die Behörden hätten der Frau vorgeworfen, auf ihrer Facebook-Seite über einen möglichen "Putsch gegen das Regime" geschrieben zu haben, sagte ihr Anwalt Thanathorn Thananon am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Deshalb sei sie zunächst wegen Volksverhetzung angeklagt worden. Nach weiteren Ermittlungen sei ihr auch Majestätsbeleidigung angelastet worden. Was genau die Frau getan haben soll, blieb unklar, wie meistens nach derartigen Urteilen.

Wer in Thailand König Bhumibol Adulyadej beleidigt, riskiert zwischen 3 und 15 Jahren Haft. Kritiker warnen schon lange, dass das Gesetz häufig für politische Zwecke oder persönliche Rache missbraucht werde. Der 88-jährige Bhumibol ist der dienstälteste Monarch der Welt und wird von großen Teilen der Bevölkerung verehrt. Er gilt als Symbol für die Einheit des Landes. (APA, 16.12.2015)

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    foto: epa/diego azubel
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