Was Wochenendarbeit bringt

16. Dezember 2015, 14:23
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Der Mensch braucht Erholung. Wer Ruhezeiten ignoriert, wird tendenziell unzufriedener – und die Gesundheit leidet

Es gibt Dinge, die selten untersucht werden. Zum Beispiel die Wochenendarbeitszeit. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hat sich dieser Problematik angenommen. Deutschland und Österreich sind in vielen langen vergleichbar. Insofern sind die Ergebnisse auch für Österreich relevant.

Zu den Arbeitszeiten: Mehr als 40 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten nicht nur von Montag bis Freitag sondern auch an Samstagen, ein Viertel geht sogar sonntags regelmäßig zur Arbeit. Zwischen 1996 und 2014 ist der Anteil derjenigen, die am Wochenende arbeiten, leicht gestiegen.

Zufriedenheit als Parameter

Wie sich das Arbeiten am Wochenende auf die Schlaf- und Lebenszufriedenheit der Betroffenen auswirkt, ist indes wenig bekannt. Die vorliegenden Analysen zeigen, dass Personen, die am Wochenende arbeiten, im Durchschnitt eine geringere Gesundheits-, Familien- und Schlafzufriedenheit haben und auch mit ihrem Leben insgesamt unzufriedener sind als Personen, die samstags und/oder sonntags nicht arbeiten.

Ausschlaggebend dafür ist aber nicht die Wochenendarbeit als solche. Betrachtet man Personen, die zunächst nicht am Wochenende arbeiten und dann zur Wochenendarbeit wechseln, zeigt sich, dass sich ihre Zufriedenheit in den meisten Bereichen nicht ändert; lediglich die Arbeitszufriedenheit sinkt bei einem Wechsel zur Sonntagsarbeit leicht. (red/idw, 16.12.2015)

  • Wer arbeitet, braucht Ruhezeiten. Wer dieses Bedürfnis ignoriert, wird nicht unbedingt glücklicher.
    foto: imago

    Wer arbeitet, braucht Ruhezeiten. Wer dieses Bedürfnis ignoriert, wird nicht unbedingt glücklicher.

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