Schönborn sieht Christen verfolgt wie noch nie

16. Dezember 2015, 11:27
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Geänderter Blick auf Religion durch Erstarken des Islam

Wien – Der römisch-katholische Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn hat beim Vorweihnachtsempfang für Direktion und Redakteure des ORF für die sensible Behandlung des Flüchtlingsthemas gedankt und zu einer Einstellung auf "härtere Tage" aufgerufen. Die Zeichen der Zeit seien dramatisch. "In 2.000 Jahren hat es noch keine Zeit gegeben, in der so viele Christen – und so brutal – verfolgt wurden."

Brüchiger Konsens angesichts Kindergartendebatte

In Folge der globalen Konflikte seien auch in Österreich Erschütterungen zu spüren. "Die Kindergartendebatte zeigt: Unser Nachkriegskonsens, dass Religion etwas Gutes ist, dass die Religionen ihren berechtigten Platz im Staat, in der Bildung und Erziehung, in der Kultur haben, ist brüchig geworden", meinte er bei dem Empfang am Dienstagabend laut Kathpress. "Das Erstarken des Islam, dessen fundamentalistische Strömungen auch bis in unser Land hinein spürbar werden, ist dabei, den Blick auf die Religion überhaupt zu verändern." (APA, 16.12.2015)

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