Schule in Tulln evakuiert: 38 Jugendliche im Spital

16. Dezember 2015, 07:15
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Schüler klagten über Schwindel und Übelkeit – Gaskonzentration im Gebäude

Tulln – Großeinsatz in Tulln: Ein Schulgebäude ist am Dienstagnachmittag evakuiert worden, nachdem Kinder und Jugendliche über Schwindel, Übelkeit, Husten und brennende Augen geklagt hatten. Laut Rotem Kreuz ist "Gas oder eine andere Substanz" ausgetreten. 38 Schüler wurden leicht verletzt in Spitäler in Tulln, Krems, Sankt Pölten und Wien gefahren. 19 Patienten wurden an Ort und Stelle ambulant versorgt.

Keine Kontamination festgestellt

Am Abend konnten einige Schüler aus dem Krankenhaus entlassen werden. Mehrere Chemiker und Schadstoffexperten waren bis 20 Uhr im Einsatz. Danach wurden dem Sprecher zufolge alle Fenster des Gebäudes geschlossen, weil man am Mittwoch um 6 Uhr eine nochmalige Sicherheitsmessung der Luft durchführen durchführen wollte.

Bei dieser Messung ist keine Kontamination festgestellt worden, wie Franz Resperger, Sprecher der niederösterreichischen Feuerwehr, mitteilte. Um 7 Uhr trete die Kommission zusammen und werde das Gebäude voraussichtlich freigeben. Damit sollte der Unterricht normal um 8 Uhr beginnen.

Direktion schlug Alarm

Die Direktion des Bundesschulzentrums hatte um 15.00 Uhr Alarm geschlagen, sagte Resperger am Dienstag. Im BG/BRG-Gebäude machte sich demnach ein beißender, süßlicher Geruch bemerkbar, eine ganze Klasse habe Reizhusten und Vergiftungserscheinungen verspürt.

Insgesamt 120 Schüler wurden evakuiert und "zur Sicherheit" in eine Sporthalle gebracht, während Feuerwehrtrupps Messungen durchführten. Im Keller habe ein Spürgerät angeschlagen. Laut Resperger dürfte es sich nicht um Erdgas handeln, Näheres wisse man aber noch nicht.

Neben Rettungsteams sowie zwei Notärzten war auch das Bezirkskommando am Ort, um den Einsatz zu koordinieren. Mit insgesamt 21 Rotkreuz-Fahrzeugen, darunter zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, erfolgte der Transport der Schüler in die Krankenhäuser. Die unverletzten Schüler wurden in der nahegelegenen Sporthalle von Rotkreuz-Mitarbeitern und Kriseninterventionsteams betreut. (APA, 16.12.2015)

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