Das beste Stück ... nachgefragt bei Christian Konrad

Kolumne21. Dezember 2015, 15:44
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Michael Hausenblas fragt den Flüchtlingskoordinator, warum er ein Messer bei sich trägt

"Ich stamme aus einer Familie vom Land, wo ein Messer generell einen anderen Stellenwert im Alltag hat. Außerdem bin ich seit vielen Jahren Jäger, und unter Jägern gibt es einen Spruch, der lautet: ,Ein Mann ohne Messer ist kein Mann.'

Ich habe immer ein kleines Messer eingesteckt und benütze es für kleinere Reparaturen, zum Beispiel als Schraubenzieher. Auf dem Foto bin ich mit einem sogenannten Einhandmesser zu sehen, das heißt, man kann es mit einer Hand auf- und zuklappen. Ein solches habe ich immer eingesteckt.

Für Jagdzwecke ist es nicht geeignet. Zum Speckschneiden ist es zu klein, Wurstschneiden ginge schon. Auf Flugreisen vergesse ich manchmal, das Messer aus dem Sack zu geben, also muss ich es bei der Security abgeben. Wenn ich Glück hab, bekomme ich es wieder. Ich bin ein richtiger Messerfreak. Betrachten andere Menschen Mode oder Uhren in Schaufenstern, bleib ich an den Auslagen von Messergeschäften kleben." (Michael Hausenblas, RONDO, 21.12.2015)

Christian Konrad war u. a. Generalanwalt von Raiffeisen und ist seit Sommer 2015 Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung.

  • Christian Konrad: "Das Einhandmesser habe ich immer eingesteckt."
    foto: nathan murrell

    Christian Konrad: "Das Einhandmesser habe ich immer eingesteckt."

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