Reisen 2016: Mehr Geld für Traumziele und Gesundheit

17. Dezember 2015, 05:30
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So tickt der deutschsprachige Reisende: kulturell interessiert, belesen und von Dokumentationen inspiriert

Ob beim Planen, Buchen oder Packen: Die "Tripbarometer-Studie" von Tripadvisor zu den "Reisetrends 2016" zeigt, was Reisenden bei der Urlaubsplanung für das nächste Jahr besonders wichtig ist.

An der Befragung, die vom unabhängigen Marktforschungsunternehmen Ipsos im Auftrag der weltweit größten Reise-Website durchgeführt wurde, haben mehr als 44.782 Reisende und Mitarbeiter aus dem Hotelsektor rund um den Globus teilgenommen. Damit ist sie die international größte Untersuchung in Bezug auf Unterkünfte und Reisende.

Mehr Geld für Wunschziele und fürs Wohlbefinden

Die deutschsprachigen Reisenden zählen zu den weltweiten Top-Ten-Ländern in puncto Reisekasse für 2016: So planen die Schweizer rund 9.700 Euro, die Österreicher 5.600 Euro und die Deutschen 5.500 Euro für Reisen im nächsten Jahr (Budget kalkuliert für durchschnittlich zwei Personen).

Interessant sind dabei die Beweggründe: Nahezu die Hälfte der deutschsprachigen Befragten erklärt das größere Budget damit, dass Reisen wichtig für "Gesundheit und Wohlbefinden" (47 Prozent) ist und sie ein "Ziel auf ihrer Wunschliste" (47 Prozent) besuchen möchten. Damit liegen sie über dem weltweiten Durchschnitt: Nur jeder Dritte der internationalen Befragten gibt die Gesundheit (31 Prozent) oder ein Ziel auf der Wunschliste (40 Prozent) als Grund für eine Erhöhung der Reisekasse an.

Einflussfaktoren auf das Reiseziel

"Kultur, Gesellschaft oder Menschen vor Ort" sind der wichtigste Grund bei der Entscheidung für eine bestimmte Destination in der Vergangenheit. Das sagen weit mehr als die Hälfte der Befragten aus Deutschland (57 Prozent), Österreich (62 Prozent) und der Schweiz (64 Prozent) und liegen damit deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 47 Prozent. Daneben gibt fast ein Drittel (31 Prozent) der deutschsprachigen Reisenden an, dass sie an dem gewählten Ort braun werden wollen.

Medienberichte spielen ebenfalls eine Rolle: So hat einer von vier Befragten (25 Prozent) vorab eine Dokumentation zur gewählten Destination gesehen. Zum Vergleich: Weltweit lassen sich nur 17 Prozent von Dokumentarfilmen in punkto Reiseziel beeinflussen.

Das muss in den Koffer

Medienaffin sind die deutschsprachigen Reisenden auch, wenn es um ihre Packliste geht: So hat die Hälfte der Befragten stets einen Reiseführer (57 Prozent) oder ein Buch (48 Prozent) dabei, dagegen nur rund 28 Prozent einen E-Book-Reader. Ebenfalls unerlässliche Reisebegleiter sind die Fotokamera (70 Prozent), das Smartphone (78 Prozent) und Hygieneartikel (74 Prozent). Bei alldem liegen die deutschsprachigen Befragten über dem globalen Durchschnitt: lediglich 39 und 33 Prozent der weltweiten Reisenden schätzen Reiseführer und Bücher als wichtig auf Reisen.

Unverzichtbar in der Unterkunft

Bei der Frage, was standardmäßig von einer Unterkunft unbedingt angeboten werden sollte, spielt für deutschsprachige Reisende das Frühstück (48 Prozent) die größte Rolle, gefolgt von Klimaanlage (43 Prozent), WLAN (41 Prozent), und Swimmingpool (28 Prozent). Verglichen mit den präferierten Ausstattungsmerkmalen der weltweiten Befragten, ergibt sich ein anderes Bild: Fast zwei Drittel der internationalen Reisenden (63 Prozent) ist die Klimaanlage am wichtigsten, erst auf Platz zwei und drei kommen WLAN (46 Prozent) und das Frühstück (40 Prozent). (red, 17.12.2015)

  • Deutschsprachige Touristen sind geneigt, mehr Geld für Wellness-Urlaube auszugeben. Thermen wie Bad Waltersdorf profitieren davon.
    foto: heiltherme bad waltersdorf

    Deutschsprachige Touristen sind geneigt, mehr Geld für Wellness-Urlaube auszugeben. Thermen wie Bad Waltersdorf profitieren davon.

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