Winterwanderung von Gießhübl nach Rodaun

18. Dezember 2015, 14:47
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Offene Gasthäuser sind auf der Streckenwanderung von Gießhübl nach Rodaun auch im Winter leicht zu finden. Manche bieten sogar hervorragende Aussicht

Seit 2005 existiert der Biosphärenpark Wienerwald. Er wurde von der Unesco als solcher anerkannt, um in einem Naherholungsgebiet den Mensch in ein Ökosystem zu integrieren, Kulturlandschaften zu bewirtschaften und dabei die biologische Vielfalt zu erhalten.

Unsere Tour führt ganz im Osten des Wienerwalds durch den Naturpark Föhrenberge mit seinen typischen, schirmförmigen Schwarzföhren, den sogenannten Parapluibäumen. Wir starten am Parkplatz Gießhübl, wo wir nicht direkt in die Föhrenberge aufsteigen, sondern nach links über eine große Lichtung gehen und den Schildern in Richtung Wassergspreng und Weißenbach folgen.

foto: birgit eder
Der Naturpark Föhrenberge am östlichen Rand des Wienerwalds bietet immer wieder tolle Ausblicke auf die Bundeshauptstadt.

Links unterhalb der Lichtung sehen wir schon den Waldweg, der uns zu einem Forstweg führt – dort nach links bis zum Pfadfinderlager Wassergspreng. Kurz vor einer Brücke gehen wir einen kleinen, unmarkierten Steig rechts aufwärts, parallel zur Straße. Wo die Wege wieder zusammenkommen, zweigt kurz danach links ein schmaler Pfad in den Wald ab, der zum Naturfreundehaus Höllenstein und dem alten Julienturm – mit Blick zur Rax und zum Schneeberg – führt.

Zur See- und Kugelwiese

Vom Gasthaus verläuft die Zufahrtsstraße rechts weiter, immer auf relativ gleichbleibender Höhe bis zum Gasthaus Seewiese und zum Gasthaus Kugelwiese. Vor der Kugelwiese kann man einem unmarkierten Weg nach links folgen, der oberhalb des Hauptweges durch den Wald führt.

foto: birgit eder
Der Julienturm beim Höllensteinhaus

Wieder zurück auf dem Weg verlassen wir diesen und gehen nach links in Richtung Kammersteinerhütte und Teufelsteinhütte. Kurz darauf zweigt nach rechts der Weg zur Kammersteinerhütte ab, wo wir von der Josefswarte auf Wien hinunterblicken. Danach geht’s auf der anderen Seite abwärts und wieder auf den Weg in Richtung Rodaun. Wer zur Teufelsteinhütte möchte, ignoriert den Aufstieg zur Kammersteinerhütte, geht noch kurz geradeaus und zweigt dann links ab – im Winter ist dieser Weg aber geschlossen.

Mit Ausblick auf Wien

Wir bleiben am Bergrücken und gehen weiter zum Franz-Ferdinand-Schutzhaus mit faszinierendem Ausblick auf Wien. Danach folgen dem grün-rot markierten Weg Richtung Rodaun – danach werden die Wege verwirrend. Wir steuern eine große Wiese an, die wir über einen links abzweigenden Weg erreichen, queren die Wiese und steigen in das Tal unter uns ab. Danach geht es an der Lutterwand vorbei, immer in Richtung Mizzi-Langer-Wand. Wir gelangen auf eine Asphaltstraße, gehen dort nach rechts in die Waldmühlgasse, weiter zur Bushaltestelle in der Sonnbergstraße und dort nach rechts in die Scholaugasse. Dann rechts zur Hochstraße, dort links zum Bach Dürre Liesing und wieder nach rechts bis zur Straßenbahn in Rodaun. (Birgit Eder, 18.12.2015)

karte: der standard

Anreise: Am besten mit Öffis: Vom Bahnhof Wien-Liesing Bus Nr. 256, Haltestelle Gießhübl Föhrenberg. Rückfahrt: Rodaun, Straßenbahn Linie 60 bis Wien-Hietzing, Bus Nr. 60/A (Manowardagasse) oder Nr. 255 (Sonnbergstraße) bis Liesing.

Einkehr: Am Wochenende haben die meisten Hütten offen, am besten vorher abklären: Höllensteinhaus 0664-6548319, Di, Mi Ruhetag; Seewiese, 02238-77733, Mo, Di Ruhetag; Kugelwiese, 02238-71564, Do, Fr Ruhetag, Kammersteinerhütte, 02238-77392, geöffnet Mi bis So und Franz-Ferdinand- Schutzhaus, 01-8898588, Do, Fr Ruhetag.

Schwierigkeiten: Keine Wintersperre, einzelne Wege können aber gesperrt sein.

Karte: Kompass WK 209, Wienerwald, Maßstab 1:50.000

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