Wirtschaftskrise: Jeder zweite Grieche psychisch angeschlagen

15. Dezember 2015, 10:24
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Besonders einkommensschwache und verschuldete Menschen leiden an Depressionen und Ängsten, zeigte eine Studie

Athen – Jeder zweite Grieche leidet einer Studie zufolge unter Angstzuständen, innerer Unruhe und Unsicherheit. Die Ursache dafür: Die anhaltende Wirtschaftskrise. Auch die Anzahl der Menschen, die an Depressionen leiden, sei laut Angaben der Forscher gestiegen.

Betroffen seien vor allem einkommensschwache und verschuldete Menschen. Vor allem jene, die offene Rechnungen nicht mehr bezahlen können. Das Institut hatte im Laufe des Jahres im Auftrag der Nationalen Bildungseinrichtung für Gesundheit (Esdy) 4.000 Menschen befragt. Den Ergebnissen zufolge konnte ein Drittel der Befragten offene Rechnungen nicht begleichen oder Schulden nicht abzahlen. In jener Gruppe sei die Selbsteinschätzung der persönlichen Gesundheit besonders schlecht, teilte das Institut GPO mit.

Hinzu komme, dass 25 Prozent der Befragten sich aus wirtschaftlichen Gründen weder ärztliche Untersuchungen noch Therapien leisten könnten. Allerdings war bei verschuldeten, einkommensschwachen Bevölkerungsschichten auch ein Rückgang des Fleisch-, Tabak- und Alkoholkonsums zu verzeichnen. Gleichzeitig sei jedoch die Zahl der chronisch Kranken – vor allem adipöser Menschen – gestiegen. (APA, dpa, red, 15.12.2015)

  • Die anhaltende Wirtschaftskrise ist auch problematisch für die Gesundheit: Psychische Probleme und chronische Erkrankungen sind häufiger geworden, zeigte eine Studie.
    foto: dpa/jens büttner

    Die anhaltende Wirtschaftskrise ist auch problematisch für die Gesundheit: Psychische Probleme und chronische Erkrankungen sind häufiger geworden, zeigte eine Studie.

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