US-Behörden wollen vor Einreise Facebook-Postings prüfen

15. Dezember 2015, 09:28
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Neuer Social Media-Fokus bei Vorabcheck bei Visumsantrag nach Attentat in San Bernardino

Das amerikanische Heimatschutzministerium will vor der Ausstellung von Visa für die Einreise den Background-Check für die Antragsteller erweitern. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat man vor, künftig auch die Social-Media-Konten der jeweiligen Personen zu durchleuchten.

Social Media-Prüfung bisher nicht Routine

Eine derartige, allerdings nicht umfassende Prüfung findet derzeit nur unregelmäßig im Rahmen von drei Pilotprogrammen ab. Nach dem Attentat von San Bernardino am 2. Dezember soll diese Kontrolle nun flächendeckend eingeführt werden. Bisher waren routinemäßig vor allem behördliche Unterlagen geprüft worden.

Die Homeland-Security-Mitarbeiter suchen derzeit fieberhaft nach digitalen Spuren, die vielleicht im Vorfeld auf den von Rizwan F. und Tashfeen M. verübten Anschlag hätten hinweisen können. Mittlerweile ist bekannt, dass M. auf sozialen Medien sehr offen mit ihrer Unterstützung eines gewalttätigen Jihad umgegangen war. Am Tag des Attentats hatte sie in einem Facebook-Posting angeblich Abu Bakr al-Baghdadi, dem Führer der Terrororganisation "Islamischer Staat", die Treue geschworen. (gpi, 15.12.2015)

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