Argentiniens neuer Präsident streicht Agrarexport-Steuern

14. Dezember 2015, 20:03
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Macri will Export ankurbeln – Vorgängerin Cristina Fernández de Kirchner hoffte, Inlandspreise niedrig zu halten

Buenos Aires – Argentiniens neuer Präsident Mauricio Macri macht Ernst mit raschen Wirtschaftsreformen. Er verkündete am Montag, die Exportsteuern auf Fleisch, Weizen, Mais und andere Agrarprodukte zu streichen, um den Export dieser Güter wieder anzukurbeln. Bisher wurden bis zu 35 Prozent Steuern bei der Ausfuhr erhoben, beim bekannten argentinischen Rindfleisch 15 Prozent.

Damit versuchte die linke Vorgängerregierung von Cristina Fernández de Kirchner den inländischen Konsum zu unterstützen – bei einem zu starken Export wurden zu hohe Preise im Inland befürchtet.

Macri setzt nun darauf, dass durch bessere Geschäfte im Ausland am Ende die Unternehmen mehr Steuern an den Staat abführen als bisher. Er betonte, ohne eine funktionierende und gut verkaufende Landwirtschaft komme das Land nicht voran. Durch die hohen Steuern war der Export zurückgegangen. (APA, 14.12.2015)

  • Argentinischer Rindfleischgrill: Präsident Macri will Lebensmittelexporte ankurbeln
    foto: reuters/walter brandimarte

    Argentinischer Rindfleischgrill: Präsident Macri will Lebensmittelexporte ankurbeln

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