3.500 gefälschte Papstsegen in Souvenirgeschäft in Rom beschlagnahmt

14. Dezember 2015, 13:08
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Verkaufswert von 70.000 Euro wäre nie im Vatikan angekommen

Rom – Die Polizei in Rom hat rund 3.500 Pergamente mit gefälschten Segenswünschen von Papst Franziskus beschlagnahmt. Die Dokumente wurden laut Medienberichten vom Montag in einem Souvenirgeschäft in der Nähe des Petersdoms zum Verkauf angeboten, teilte Kathpress mit. Der Verkaufswert der Fälschungen liegt demnach bei mehr als 70.000 Euro.

Die Urkunden mit dem Aufdruck "Pilgersegen" seien ohne vatikanische Autorisierung mit den Wappen des Papstes und des Vatikanstaates sowie einem Porträt von Franziskus bedruckt worden, berichteten Medien. Die Interessenten hätten zwar in dem Geschäft einen Antrag ausfüllen müssen, der an den päpstlichen Almosenverwalter Erzbischof Konrad Krajewski gerichtet gewesen sei. Die Formulare sollen aber nie im Vatikan angekommen sein.

Pergamente mit Päpstlichen Segenwünschen zu besonderen Anlässen wie etwa Hochzeiten, Taufen oder runden Geburtstagen werden laut Kathpress seit einiger Zeit ausschließlich vom vatikanischen Almosenamt ausgestellt und vertrieben. Eine Urkunde mit Papstsegen kostet dort je nach Ausführung 13 bis 25 Euro ohne Versandkosten. (APA, 14.12.2015)

  • In einem Souvenirgeschäft in Rom wurden unheilige Zettel verkauft.
    foto: dpa/michael kappeler

    In einem Souvenirgeschäft in Rom wurden unheilige Zettel verkauft.

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