Hoverboards: Cool, aber auch gefährlich

14. Dezember 2015, 12:44
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Gerät schaltet sich ohne jegliche Vorwarnung ab – Fahren nur mit Gelenkschützern und Helm

Sie heißen Hoverboards, Waveboards oder Mini Segways: Die elektrisch angetriebenen Rollbretter, bei denen man sich durch Gewichtsverlagerung vorwärts bewegt, sind bei Jugendlichen total angesagt. Doch die Bretter machen nicht nur Spaß – sie sind auch extrem gefährlich. Einige stoppen abrupt, Fahrer können jederzeit schwer stürzen, schreibt das Computermagazin c’t in seiner aktuellen Ausgabe.

Die Rollbretter, mit denen auch Teenie-Stars wie Justin Bieber oder Lillly Allen herumdüsen, werden von unzähligen chinesischen Unternehmen produziert und kosten zwischen 300 und 1500 Euro. Auf eBay sind etliche E-Boards gelistet, die meisten von Händlern aus China und Hongkong, was die Rückgabe- und Garantieformalitäten immens erschweren kann. Amazon hat die Gerät aus seinem Angebot genommen.

Einfache Technik

Die Technik in den E-Boards ist relativ simpel: zwei Nabenmotoren, ein großer Lithium-Ionen-Akku und etwas Elektronik mit zwei Sensoren. "Dank dieser Sensoren muss man das Körpergewicht nur ganz leicht nach vorne verlagern, um loszufahren", berichtet c’t. "Hat man die ersten wackligen Minuten überstanden, macht das E-Board richtig Spaß. Doch nach rund zwanzig Minuten Herumfahrerei schaltete sich unser Testgerät ohne jegliche Vorwarnung ab. Die Räder rollten dabei nicht aus, sondern blockierten abrupt." Ein schalten lässt sich das Board erst wieder, wenn man es kurz ans Ladegerät hängt. Laut Anleitung handelt es sich um eine Art Not-Abschaltung zur Sicherheit. "Wir halten diese Funktion jedoch für lebensgefährlich. Alle Tester, bei denen sich das Board während der Fahrt abschaltete, sind mit voller Wucht nach vorne auf den Boden geknallt", schreibt c’t.

Nur mit Gelenkschützern und Helm

Wer dennoch auf Fahrspaß setzt und sich ein cooles Board zulegt, der sollte unbedingt mit Gelenkschützern und Helm fahren. Zum Ausprobieren eignet sich eine Strecke mit absolut glattem Untergrund, da kleinste Unebenheiten selbst geübte Fahrer aus dem Tritt bringen können. Die Benutzung der E-Boards auf Straßen und Gehwegen ist laut Straßen verkehrsordnung verboten. Zuwiderhandlungen werden mit Geldbußen von mindestens 50 Euro belegt, im schlimmsten Fall riskiert man den Führerschein.

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Darüber hinaus sollte man unbedingt das Aufladen des Geräts beaufsichtigen In Großbritannien und den USA gab es bereits Wohnungsbrände, die durch schadhafte E-Boards beim Aufladen ausgelöst wurden. (red, 14.12. 2015)

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    foto: ct
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