Unesco kritisiert Ausbeutung von Unterwasserschätzen vor Panama

13. Dezember 2015, 20:51
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Archäologische Standards werden vernachlässigt, befürchten Experten

Paris/Panama-Stadt/Bogota – Die Unesco hat die Suche nach Schätzen in der vor Panama gesunkenen Galeone "San José" kritisiert. Es gehe bei der Ausbeutung des Unterwasserschatzes lediglich um wirtschaftliche und nicht um wissenschaftliche Interessen, hieß es in einer Mitteilung der Unesco.

Weil archäologische Standards vernachlässigt würden, könnten die Fundstelle und das Ökosystem Schaden nehmen. Die "San Jose" war 1631 mit Gold und Silber an Bord vor Panama auf Grund gelaufen.

Zuletzt war eine Galeone gleichen Namens vor der kolumbianischen Karibikküste entdeckt worden. An Bord des spanischen Schiffes werden Gold und Edelsteine im Wert von bis zu 17 Milliarden US-Dollar (15,5 Mrd. Euro) vermutet. Spanien und eine US-Firma, die das Wrack als Erste geortet haben will, meldeten bereits Ansprüche an. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos bezeichnete die "San Jose" als "Kulturerbe der Menschheit", das aber den Kolumbianern gehöre. (APA, red, 13.12.2015)

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