Staatspreis für Geschlechterforschung an Medizinerin Kautzky-Willer

11. Dezember 2015, 14:51
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Gabriele-Possanner-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert – Lebenswerkpreis für die Philosophin Herta Nagl-Docekal

Wien – Die Medizinerin Alexandra Kautzky-Willer ist am Freitag mit dem mit 10.000 Euro dotierten Gabriele-Possanner-Staatspreis ausgezeichnet worden. Die Ehrung geht an Personen, deren wissenschaftliche Leistungen die Geschlechterforschung fördern. Jeweils mit 6.000 Euro dotierte Förderpreise erhielten die Ökonomin Astrid Hainzl und die Musikwissenschafterin und Kultursoziologin Susanne Sackl-Sharif.

Kautzky-Willer ist seit 2010 Professorin für Gender Medicine an der Med-Uni Wien (AKH). Die Fachärztin für Innere Medizin sei "eine wichtige Stütze bei der Weiterentwicklung von Gendermedizin und ein Vorbild für junge Wissenschafterinnen", so Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) in einer Aussendung.

Erstmalige Verleihung eines akademischen Grades

Mit dem Lebenswerkpreis ausgezeichnet wurde die Philosophin Herta Nagl-Docekal. Diese Ehrung würdigt Persönlichkeiten aus Forschung und Lehre, deren Lebenswerk im Zeichen der Geschlechterforschung steht.

Die seit 1997 alle zwei Jahre vergebenen Auszeichnungen erinnern an die erstmalige Verleihung eines akademischen Grades an eine Frau durch eine österreichische Universität: Gabriele Possanner erhielt 1897 nach nochmaliger Ablegung zahlreicher Prüfungen ihr an der Universität Zürich erworbenes Doktorat der Medizin von der Universität Wien nostrifiziert. (APA, 11.12.2015)

  • Alexandra Kautzky-Willer ist seit 2010 Professorin für Gender Medicine an der Med-Uni Wien.
    foto: med uni wien

    Alexandra Kautzky-Willer ist seit 2010 Professorin für Gender Medicine an der Med-Uni Wien.

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