ÖSV-Herren mit guter Ausgangsposition für Verfolgung

11. Dezember 2015, 17:39
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Julian Eberhard als Siebenter mit bisher bester Weltucp-Platzierung – Tirolerin Hauser auf Rang zwölf – Deutsche Erfolge

Hochfilzen – Drei österreichische Biathleten konnten am Freitag im Sprintbewerb von Hochfilzen in der Loipe mit den Schnellsten mithalten, vergaben durch Fehlschüsse aber noch bessere Ergebnisse Julian Eberhard schaffte nach einer Strafrunde als Siebenter sein bestes Weltcup-Resultat. Simon Eder wurde trotz zweier Schießfehler Elfter. Knapp dahinter landete Dominik Landertinger mit einer Strafrunde an 13. Stelle.

Den Sieg vor 7.700 Zuschauern ging an den fehlerfreien Deutschen Simon Schempp. Der 27-Jährige setzte sich deutlich vor Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade (+9,9 Sek. / 1 Strafrunde) aus Frankreich und dem Norweger Tarjei Bö (18,9/0) durch.

Bei den Frauen stellte Lisa Hauser ihre gute Frühform unter Beweis. Die 21-Jährige belegte am Freitag ohne Fehlschuss Platz zwölf. Die deutschen Damen feierten einen Dreifachsieg. Franziska Hildebrand holte vor Maren Hammerschmidt und Miriam Gössner ihren ersten Einzelerfolg.

Der am Schießstand üblicherweise ziemlich fehleranfällige Eberhard (+ 32,7 Sek.) übertraf seine bisherige Bestleistung aus dem Jahr 2013, als er in Oberhof ebenfalls im Sprint Achter geworden war. "Die Schussleistung passt perfekt. Es ist nicht leicht beim Heim-Weltcup ruhig zu bleiben, aber es ist mir heute sehr gut gelungen. Das war eine solide Leistung, ich habe das abgerufen, was ich draufhabe", meinte der stets laufstarke Eberhard und lobte ausdrücklich sein gutes Material.

Sein Salzburger Landsmann Eder (38,8) sprach nach viertbester Laufzeit gar vom besten Ski, den er je gehabt habe. Dem verlässlichen Schützen unterlief am Schießstand aber jeweils ein Fehler.

Der Vorjahresvierte Landertinger (41,0) ging das Rennen auf der sehr harten und deshalb besonders schnellen Kunstschnee-Loipe forsch an. Ein Fehlschuss im Stehendanschlag und eine etwas langsamere Schlussrunde kosteten den Lokalmatador jedoch ein mögliches Spitzenergebnis.

Sven Grossegger (39./1 Strafrunde) vergab mehr Weltcuppunkte durch einen Sturz in der Anfangsphase, bei dem er sich einen Ski demolierte. Daniel Mesotitsch (50./2) qualifizierte sich ebenfalls noch für die Verfolgung. Angesichts der guten Leistung seines Toptrios bilanzierte ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner zufrieden und erhofft sich in der Verfolgung den fälligen Podestplatz.

"Wir sind mannschaftlich top-geschlossen, die Ausgangsposition ist perfekt. Wir haben drei so weit vorne wie schon lange nicht mehr, deshalb gehen wir davon aus, dass es einer schaffen kann."(APA, 11.12.2015)

Herren, Sprint (10 km):
1. Simon Schempp (GER) 23:52,3 Min. (0 Schießfehler)
2. Martin Fourcade (FRA) + 9,9 Sek. (1)
3. Tarjei Bö (NOR) 18,9 (0)
4. Anton Schipulin (RUS) 20,7 (1)
5. Dmitri Malyschko (RUS) 27,5 (0)
6. Jewgeni Garanitschew (RUS) 32,6 (0)
7. Julian Eberhard (AUT) 32,7 (1).

Weiter:
11. Simon Eder 38,8 (2)
13. Dominik Landertinger 41,0 (1)
39. Sven Grossegger 1:40,3 Min. (1)
50. Daniel Mesotitsch (alle AUT) 2:00,7 (2).

Weltcupstand nach 4 von 26 Bewerben:
1. Fourcade 194
2. Ole Einar Björndalen (NOR) 163
3. Quentin Fillon Maillet (FRA) 156.

Weiter:
6. Eder 117
19. Landertinger 62
26. Grossegger 50
37. Eberhard 36
40. Mesotitsch 33

Damen, Sprint (7,5 km):
1. Franziska Hildebrand (GER) 20:04,1 Min. (0 Schießfehler)
2. Maren Hammerschmidt (GER) +15,1 Sek. (0)
3. Miriam Gössner (GER) 21,0 (1)
4. Anais Bescond (FRA) 23,4 (0)
5. Lucie Charvatova (CZE) 24,5 (1)
6. Laura Dahlmeier (GER) 24,6 (1)

Weiters:
12. Lisa Hauser 41,3 (0)
51. Fabienne Hartweger 1:45,1 Min. (1)
72. Katharina Innerhofer 2:13,2 (2)
82. Dunja Zdouc 2:35,4 (2)
102. Julia Schwaiger (alle AUT) 3:52,2 (2)

Weltcupstand nach 4 von 26 Bewerben:
1. Gabriela Soukalova (CZE) 174 Punkte
2. Marie Dorin Habert (FRA) 165
3. Hildebrand 163

Weiters:
12. Hauser 105

  • Zuerst schießen und dann in den Wald laufen: Franziska Hildebrand.
    foto: apa/ap/joensson

    Zuerst schießen und dann in den Wald laufen: Franziska Hildebrand.

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