Impfung von Hunden soll Tollwut ausrotten

11. Dezember 2015, 11:10
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15 Millionen Impfdosen wurden in den betroffenen Ländern Asiens und Afrikas verteilt

Die Tollwut fordert laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) jährlich Zehntausende Menschenleben. Ein neuer Aktionsplan soll nun helfen, die Krankheit auszurotten. Die einfachste Lösung ist die Impfung von Hunden. Ursache für Tollwut beim Menschen sind in 99 Prozent der Fälle Hundebisse, hieß es bei einer WHO-Präsentation der Maßnahmen gegen die Krankheit.

Laut der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) ist die Impfung von Hunden deshalb die kostengünstigste und effizienteste Methode, um Menschen vor Tollwut zu schützen. Eine Impfung für Hunde kostet weniger als einen Dollar. 2015 haben die WHO und die OIE über 15 Millionen Impfdosen in verschiedenen Ländern verteilt.

Im weiteren empfehlen die WHO und OIE sowie die Globale Allianz gegen Tollwut (GARC) auch eine Impfung für Menschen. Diese verhindere eine Infektion mit der Krankheit zu 100 Prozent, sagte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.

Die Impfung sei jedoch in den betroffenen Regionen schwer zu erhalten: 80 Prozent der Tollwutopfer leben in armen oder ländlichen Regionen Afrikas und Asiens. Zudem kostet die Impfung für Menschen um ein vielfaches mehr – zwischen 40 und 50 Dollar. Wie die WHO weiter informierte, sind 40 Prozent der Opfer Kinder unter 15 Jahren. (APA, 11.12.2015)

  • Bali, Indonesien: Ein Hund wird nach Impfung markiert.
    foto: apa/epa/made nagi

    Bali, Indonesien: Ein Hund wird nach Impfung markiert.

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