Chancen kreativer Zerstörung: Disruptive Technologien

10. Dezember 2015, 11:09
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Der Index enthält 98 Unternehmen aus zehn Branchen

Disruptive Technologien sind zunächst Definitionssache – dahinter stehen Innovationen, die das Potenzial haben, ein bestehendes Produkt oder eine Dienstleistung zu großen Teilen oder gänzlich zu verdrängen. Was zunächst einfach verständlich erscheint, stellt indes eine große konzeptionelle Herausforderung dar, wenn man die entsprechenden Firmen investierbar machen will.

Indexstart mit aktuell 98 Unternehmen aus zehn Branchen

Dieser Aufgabe haben sich die unabhängigen Indexanbieter Alpha 8 Partners und Solactive sowie die UBS als Emittentin gestellt und in einem ersten Schritt zehn Sektoren identifiziert, denen disruptives Potenzial zuerkannt wird: Robotik und Automation, 3D Druck, Cybersecurity, Materialwissenschaft & Batterie-Technologie, Cloud Computing & Big Data, Soziale Netzwerke & Mobile Computer Technologie, Biotechnologie & Genforschung, Wasser- und Entsorgungstechnologie, Solarenergie und LED- & Lichttechnik. Ein vielzitiertes Beispiel für Disruption entstammt der Musikindustrie: Stellt die Entwicklung der MP3-Technologie an sich noch keine Disruption dar, wurde diese durch die schnelle Verbreitung und Vermarktung entsprechender Abspielgeräte ermöglicht. Heute ist das MP3-Format als Standard etabliert; die Nachfrage nach CDs hat stark abgenommen (die zuvor Schallplatten ablösten).

Bei der Zusammenstellung des Index werden aus dem globalen Auswahluniversum aller ohne Beschränkung investierbaren Unternehmen diejenigen ausgewählt, die einen signifikanten Geschäftsanteil in einem der genannten Sektoren haben. Anschließend wird ein Liquiditätsfilter angewandt, der eine Marktkapitalisierung von mindestens 500 Mio. US-Dollar und ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von mindestens 500.000 US-Dollar voraussetzt. Die Überprüfung der Indexkriterien erfolgt regelmäßig vierteljährlich; die zehn Sektoren werden dabei ebenso gleichgewichtet wie die Aktien innerhalb eines Sektors. Zum Indexstart am 23.11.2015 sind 98 Aktien im Index enthalten. Das Zertifikat der UBS, das die Entwicklung des Alpha 8 Global Disruptive Technology Index im Verhältnis 1:1 abbildet, ist unter der ISIN DE000UBS1RU1 börslich und außerbörslich handelbar, seine jährliche Managementgebühr liegt bei 1,2 Prozent. Investoren übernehmen ein Wechselkursrisiko, da derzeit der größte Teil der Indexbestandteile in US-Dollar, das Zertifikat aber in Euro notiert.

ZertifkateReport-Fazit: Stark diversifiziert auf die technischen Standards von morgen und übermorgen setzen – das ermöglicht das vorliegende Indexzertifikat. Anleger investieren hier aber nicht in niedrig kapitalisierte Start-ups, sondern durchweg in die hochkapitalisierten Global Player der genannten Sektoren. Das Risiko sollte also in etwa dem eines marktbreiten Technologie-Index entsprechen.

Dieser Beitrag stellt keinerlei Empfehlung zum Kauf oder Verkauf des DAX-Index oder von Anlagezertifikaten auf den DAX-Index dar. Für die Richtigkeit der Daten wird keine Haftung übernommen.

Walter Kozubek ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.

Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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