ORF: Wrabetz will "mehr Spielraum" für mobile Angebote

9. Dezember 2015, 16:38
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Es brauche einen "General-Konses", was der ORF in diesem Bereich darf

Wien – ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz fordert für den öffentlich-rechtlichen ORF "mehr Spielraum im wachsenden Bereich der mobilen Nutzung". Die ORF-Apps erreichen inzwischen rund 5,2 Millionen Visits pro Monat. "Das hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt. Wir registrieren eine starke Nutzung der mobilen Angebote", berichtete Wrabetz am Mittwoch nach der Bekanntgabe seiner Wiederbewerbung bei der ORF-Wahl 2016 vor dem ORF-Publikumsrat.

"Der mobile Bereich wächst am stärksten. Das wird in diesem exponentiellen Tempo weitergehen. Wir machen das im Rahmen der rechtlichen Rahmenbedingungen gut, aber wir brauchen einen General-Konsens, was der öffentlich-rechtliche Rundfunk in diesem Bereich in Zukunft darf". Der Fernsehmarktanteil 2015 liegt laut Wrabetz bisher "leicht über dem Vorjahresmarktanteil, obwohl wir heuer nicht zwei große Sportereignisse wie im Vorjahr hatten". Einer der Hauptgründe für diese Entwicklung sind die Informationssendungen.

Wrabetz präsentierte eine SORA-Umfrage, wonach 91 Prozent der Österreicher sehr bzw. ziemlich an der Flüchtlingssituation in Österreich interessiert sind. Fernsehen ist dabei für 78 Prozent der Befragten die mit Abstand wichtigste Informationsquelle. 58 Prozent sind der Ansicht, dass der ORF im Fernsehen im richtigen Ausmaß berichtet. Die ORF-Berichterstattung über die Flüchtlingslage wird von 48 Prozent als positiv bzw. sehr positiv beurteilt, 8 Prozent beurteilten die Berichterstattung als eher schlecht bzw. sehr schlecht. (APA. 9.12.2015)

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