"Der kleine Prinz": Für die schöne Fantasie

10. Dezember 2015, 10:35
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Mark Osborne verwebt eine computeranimierte Geschichte aus der grauen Gegenwart mit dem Märchen vom reisenden Prinzen in reizvoller Stop-Motion-Technik

Dass Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry längst zu einem Kinderbuch geworden ist, hat sich bei den zahlreichen Adaptionen für Theater und Kino oft als Nachteil erwiesen. Es ist wohl zu verführerisch, bewusst Einfachheit mit Naivität zu verwechseln.

warner bros. de

Bei der Verfilmung von Mark Osborne sollte man sich gleich zu Beginn von einer entsprechenden Erwartungshaltung verabschieden. Die Geschichte eines kleinen Mädchens mit großen Augen, das mit den verbotenen Besuchen beim alten, verschrobenen Nachbarn das Reich der Fantasie betritt, ist mehr als bloß Rahmenhandlung.

Osborne verwebt die computeranimierte Geschichte aus der grauen Gegenwart mit dem Märchen vom reisenden Prinzen in reizvoller Stop-Motion-Technik. Ganz nebenbei fallen die berühmten Zitate, eingebettet in ein liebevoll gestaltetes Plädoyer für die Erinnerung an das Schöne. (pek, 9.12.2015)

  • "Man kennt nur die Dinge, die man zähmt": Fuchs und Prinz im Klassiker von Saint-Exupéry.
    foto: impuls pictures

    "Man kennt nur die Dinge, die man zähmt": Fuchs und Prinz im Klassiker von Saint-Exupéry.


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