VW-Skandal um CO2-Falschangaben kleiner als befürchtet

9. Dezember 2015, 15:34
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Überprüfung ergab: Die Unregelmäßigkeiten haben keine Auswirkungen auf Kunden

Wolfsburg – Die Falschangaben bei CO2-Werten in Abgasen von VW-Autos sind für den Konzern ein deutlich kleineres Problem als angenommen. Auf Kunden hätten die Unregelmäßigkeiten keine Auswirkungen, habe eine gemeinsame Überprüfung von deutschem Kraftfahrt-Bundesamt, deutschem Verkehrsministerium und VW ergeben.

Demnach sollen statt 800.000 Fahrzeuge, wie vom Volkswagen-Konzern vermutet, höchstens 36.000 betroffen sein. In Österreich sind nur bis zu 336 Autos betroffen, hieß es am Mittwoch aus dem Verkehrsministerium zur APA. Bisher war die Zahl auf 8.000 bis 10.000 geschätzt worden.

"Abweichungen wurden in den internen Messungen nur bei neun Modellvarianten festgestellt", teilte VW am Mittwoch mit. Der Verdacht auf rechtswidrige Veränderungen der Verbrauchsangaben habe sich nicht bestätigt. In Österreich werden nur fünf der neun verdächtigen Modellvarianten verkauft.

Abweichungen im Toleranzbereich

Damit könnten die von VW zunächst auf zwei Milliarden Euro geschätzten Kosten für die CO2-Unregelmäßigkeiten deutlich geringer ausfallen. Für Kunden stand vor allem die Gefahr im Raum, dass Steuernachforderungen auf sie zukommen.

Die Abweichungen sind laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" minimal: Bei einigen Autos betragen sie nur 0,1 Gramm, in anderen Fällen bis zu vier Gramm CO2 pro Kilometer. Diese Werte liegen innerhalb der zulässigen Toleranzen. Die VW-Aktie legte zwischenzeitlich um knapp fünf Prozent zu. (APA, dpa, 9.12.2015)

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