Mara-Cassens-Preis für "Blutorangen" von Verena Boos

9. Dezember 2015, 11:12
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Der Debütroman sei große Erzählkunst und wirke weit über das aktuelle Tagesgeschehen hinaus

Hamburg – Für ihr Romandebüt "Blutorangen" erhält die Autorin Verena Boos den mit 15.000 Euro dotierten "Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman" des Hamburger Literaturhauses. "Dieser Roman ist große Erzählkunst und wirkt weit über das aktuelle Tagesgeschehen hinaus", wurde die Jury in einer Mittelung am Dienstag zitiert.

Die 1977 in Rottweil geborene Schriftstellerin lebt in Frankfurt/Main. "Blutorangen", das in diesem Jahr im Aufbau Verlag erschienen ist, erzählt auf drei Zeitebenen – 1939, 1990 und 2004 – die Verstrickungen des spanischen Franco-Regimes mit dem deutschen Nationalsozialismus und deren Nachwirkungen.

Die Auszeichnung, die eine Leserjury vergibt und Boos am 7. Jänner überreicht werden soll, wird seit 1970 verliehen. Nach Angaben des Literaturhauses ist es der höchstdotierte Preis für einen deutschsprachigen Debütroman. Wunsch der in diesem Jahr gestorbenen Stifterin Mara Cassens war es, Autoren damit zu ermöglichen, "sich für eine gewisse Zeit ganz dem Schreiben zu widmen". (APA, 9.12.2015)

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