Alarmstufe Rot: WHO begrüßt Pekings Anti-Smog-Maßnahmen

Ansichtssache9. Dezember 2015, 09:47
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Hälfte der Autos bleibt stehen – "Ernste Gefahr für die Gesundheit" laut Weltgesundheitsorganisation

Peking – Die erstmalige Ausrufung der Smog-Alarmstufe "Rot" in Peking ist laut Experten ein Zeichen für die Ernsthaftigkeit der Behörden im Umgang mit der Gefahr. Während die Hälfte der Autos am Mittwoch den zweiten Tag nicht fahren durfte und Schulen sowie Kindergärten geschlossen blieben, begrüßte der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in China, Bernhard Schwartländer, den Ausnahmezustand.

Die höchste Warnstufe demonstriere, "dass Pekings Behörden die Luftqualität und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken sehr ernst nehmen". Die Stufe "Rot" in der chinesischen Hauptstadt zeige ein "gefährlich hohes Niveau von Luftverschmutzung, die mehrere Tage bleiben wird". Es bestehe eine "ernste Gesundheitsgefahr". Kurzfristig könnten hohe Schadstoffwerte Gesundheitsprobleme wie Atemwegserkrankungen auslösen, die besonders eine Gefahr für junge und alte Menschen seien. Langfristig könne Smog Herzerkrankungen und Krebs wie etwa in der Lunge sowie chronische Atemwegserkrankungen verursachen, erläuterte der WHO-Experte.

Während des bis Donnerstagmittag geltenden dreitägigen Smog-Alarms werden nach offiziellen Angaben rund zwei Millionen Fahrzeuge von den Straßen geholt. Autos dürfen nur abwechselnd je nach Nummernschild an geraden oder ungeraden Tagen fahren. Auch wurden "einige" Fabriken angewiesen, ihre Produktion zu drosseln oder stoppen. Doch blieb unklar, welche oder wie viele Betriebe betroffen waren.

Während weiter eine Dunstglocke über der Metropole hing, schützten sich viele der 22 Millionen Pekinger mit Atemschutzmasken. Die paramilitärische Polizei (Wujing) rüstete auch die Wachsoldaten vor Botschaften und Regierungsbehörden mit solchen Masken aus. Der Smog löste einen Boom beim Verkauf von Luftreinigern aus.

foto: epa / how hwee young

Die höchste Warnstufe demonstriere, "dass Pekings Behörden die Luftqualität und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken sehr ernst nehmen". Die Stufe "Rot" in der chinesischen Hauptstadt zeige ein "gefährlich hohes Niveau von Luftverschmutzung, die mehrere Tage bleiben wird". Es bestehe eine "ernste Gesundheitsgefahr".

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foto: reuters / kim kyung-hoon

Kurzfristig könnten hohe Schadstoffwerte Gesundheitsprobleme wie Atemwegserkrankungen auslösen, die besonders eine Gefahr für junge und alte Menschen seien.

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Langfristig könne Smog Herzerkrankungen und Krebs wie etwa in der Lunge sowie chronische Atemwegserkrankungen verursachen, erläuterte der WHO-Experte.

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Während des bis Donnerstagmittag geltenden dreitägigen Smog-Alarms werden nach offiziellen Angaben rund zwei Millionen Fahrzeuge von den Straßen geholt.

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Autos dürfen nur abwechselnd je nach Nummernschild an geraden oder ungeraden Tagen fahren. Auch wurden "einige" Fabriken angewiesen, ihre Produktion zu drosseln oder stoppen. Doch blieb unklar, welche oder wie viele Betriebe betroffen waren.

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Während weiter eine Dunstglocke über der Metropole hing, schützten sich viele der 22 Millionen Pekinger mit Atemschutzmasken. Die paramilitärische Polizei (Wujing) rüstete auch die Wachsoldaten vor Botschaften und Regierungsbehörden mit solchen Masken aus. Der Smog löste einen Boom beim Verkauf von Luftreinigern aus.

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foto: reuters / damir sagolj

"Wir verkaufen normalerweise 20 bis 30 Geräte im Monat – aber wir haben diese Woche allein mehr als 80 verkauft", sagte ein Unternehmer, der über die Online-Handelsplattform Taobao vertreibt, der Nachrichtenagentur Xinhua. "Ich habe mein ganzes Lager leer, aber Kunden können bestellen, und wir liefern innerhalb von zwei Wochen."

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foto: reuters / china daily

Solche Geräte kosten umgerechnet zwischen ein paar Hundert Euro bis 1.700 Euro. Reißenden Absatz finden auch Geräte, die die gefährlichen Feinpartikel messen. Einige Geschäfte erhöhten die Preise um 20 bis 30 Prozent angesichts der großen Nachfrage.

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Der offizielle Luftindex lag am Mittwoch bei 281, was als "schwer verschmutzt" galt. Allein der tückische Feinstaub, der direkt ins Blut gehen und Krebs auslösen kann, erreichte laut US-Botschaft "gefährliche" 329. Das ist das Dreizehnfache des Grenzwertes der WHO. Besserung wird erst an diesem Donnerstag erwartet, wenn eine Kaltfront endlich Wind bringen soll, der die schlechte Luft wegblasen kann.

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foto: afp photo / greg baker

Nach Peking haben weitere chinesische Städte wegen des anhaltenden Smogs erstmals die höchste Alarmstufe ausgerufen. Wie die staatliche englischsprachige Zeitung "China Daily" am Mittwoch berichtete, folgten die Städte Dingzhou und Xinji in der benachbarten Provinz Hebei am Mittwoch dem Beispiel Pekings und gaben ebenfalls erstmals Alarmstufe Rot aus.

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Bereits am Dienstag hatten demnach 27 Städte in den nördlichen Teilen des Landes ihre öffentlichen Warnungen verschärft. Insgesamt 300 Millionen Menschen sind laut der Zeitung betroffen, in einigen Gebieten dürfte der Smog bis Samstag andauern. (APA, dpa, 9.12.2015)

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