Israelischer Zoll beschlagnahmte tausende Steinewerfer-Puppen

9. Dezember 2015, 07:48
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Propagandamaterial war für palästinensischen Markt bestimmt

Jerusalem – Der israelische Zoll hat eine für den palästinensischen Markt bestimmte Lieferung von tausenden Puppen beschlagnahmt, die Steine werfende Palästinenser darstellen. Im Hafen von Haifa seien rund 4.000 Puppen konfisziert worden, teilte der Zoll am Dienstag mit. Die Ladung stammte demnach aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Puppen mit Steinen in einer erhobenen Hand und maskiert mit dem traditionellen Palästinensertuch Kufiya trugen demnach palästinensische Flaggen mit dem Aufdruck "Jerusalem gehört uns" und "Jerusalem, wir kommen". Sie dienten der "Anstachelung" zur Gewalt, erklärte der Zoll.

In Israel und den besetzten Palästinensergebieten ist die Lage seit Monaten stark angespannt. Bei Angriffen und Unruhen starben seit Anfang Oktober nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP 112 Palästinenser, 17 Israelis, ein US-Bürger und ein Eritreer. Darüber hinaus gab es zahlreiche Verletzte. Bei der Mehrzahl der getöteten Palästinenser handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche Attentäter, die zumeist Stichwaffen gegen Israelis einsetzten. In Einzelfällen kam es auch zu Attentaten mit Fahrzeugen und Schusswaffen. (APA, 9.12.2015)

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