Fury zeigt Kritikern sein Glaskinn

9. Dezember 2015, 10:35
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Petition bringt Klitschko-Bezwinger in Rage, er soll von der Nominierungsliste für den BBC Sports Personality of the Year Award gestrichen werden

London – Tyson Fury könnte seinen Sensationssieg über Wladimir Klitschko genießen, stattdessen teilt der britische Schwergewichtsweltmeister, der seinen ukrainischen Kontrahenten am 28. November in Düsseldorf klar nach Punkten entthront hatte, weiter aus. Diesmal hat sich Fury verbal die Sportelite seines Landes, allen voran Formel-1-Champion Lewis Hamilton und Tennisstar Andy Murray, vorgenommen.

"Was braucht man denn an Persönlichkeit, um ein Auto hundertmal um einen Kurs zu fahren oder einen Ball hin- und herzuschlagen? Nicht wirklich viel, oder?", frug der 27-Jährige in einem Videointerview aus seiner Sicht rein rhetorisch. In Rage hatte den erzkonservativen Katholiken, der regelmäßig durch sexistische und homophobe Sprüche auffällt, eine Petition von mehr als 80.000 Landsleuten gebracht, die Furys Streichung von der Nominierungsliste für den BBC Sports Personality of the Year Award fordern. Hamilton und Murray, der Großbritanniens Team kürzlich zum ersten Triumph im Daviscup seit 79 Jahren geführt hatte, stehen an der Spitze der Liste.

"Ich weiß zu einer Million Prozent, dass ich mehr Persönlichkeit in der Spitze meines kleinen Fingers habe als sämtliche Nominierten zusammen", sagte Fury. Seiner Nichtwahl baute er vor: "Ich kann ehrlich sagen, dass ich nicht interessiert bin, den BBC-Award zu gewinnen."

Als Tyson Fury noch ein Boxer unter vielen war, blieben seine sexistischen und homophoben Ausfälle weitgehend unbeachtet. Seit der 2,06 Meter hohe Mann aus Manchester allerdings als Weltmeister im Schwergewicht geführt wird, hagelt es Kritik. Die steckt er weniger leicht weg als die meisten Schläge im Boxring. (red/sid, 9.12. 2015)

  • Als Tyson Fury noch ein Boxer unter vielen war, blieben seine sexistischen und homophoben Ausfälle weitgehend unbeachtet. Seit der 2,06 Meter hohe Mann aus Manchester allerdings von vier der fünf größten Boxverbände als Weltmeister im Schwergewicht geführt wird, hagelt es Kritik. Die steckt er weniger leicht weg als die meisten Schläge im Boxring.
    foto: ap/meissner

    Als Tyson Fury noch ein Boxer unter vielen war, blieben seine sexistischen und homophoben Ausfälle weitgehend unbeachtet. Seit der 2,06 Meter hohe Mann aus Manchester allerdings von vier der fünf größten Boxverbände als Weltmeister im Schwergewicht geführt wird, hagelt es Kritik. Die steckt er weniger leicht weg als die meisten Schläge im Boxring.

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