Flüchtlingshilfe: "Train of Hope" zieht sich vom Hauptbahnhof zurück

8. Dezember 2015, 16:17
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Stationen werden abgebaut, Notlazarett sperrt zu

Wien – Die private Hilfsinitiative "Train of Hope", die für ihr Engagement am Wiener Hauptbahnhof den Preis der Liga der Menschenrechte erhalten wird, hat ihren Rückzug angekündigt. Die Stationen werden abgebaut, das Notlazarett soll am Freitag zusperren. "Wir arbeiten intern mit Hochdruck an unserer Neuausrichtung, um auch weiterhin zielgerichtet die Unterstützung für Refugees zur Verfügung stellen zu können. Das wird natürlich mit Integration und der konsequenten Weiterführung der Unterstützung für Asylsuchende zu tun haben", hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

Zur öffentlichen Versorgung von Flüchtlingen gab es neue Zahlen der Krankenkassen: Die niederösterreichische Gebietskrankenkasse versicherte mit Stichtag 30. September 11.431 Asylwerber und damit die meisten im Bundesländer-Vergleich. Diese Zahl nannte Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) in einer Anfragebeantwortung. Insgesamt wurden zum Stichtag 53.240 Versicherte gezählt, pro Kopf zahlt der Bund 77,73 Euro monatlich. An zweiter Stelle liegt die Wiener Gebietskrankenkasse mit 10.791 Versicherten. Schlusslicht ist die burgenländische Gebietskrankenkasse mit 1.814 Versicherten. (red, 8.12.2015)

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