Nikab-Trägerin soll wegen Körperverletzung in Belgien in Haft

8. Dezember 2015, 14:08
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Staatsanwaltschaft in Brüssel fordert 18 Monate Haft

Brüssel – Eine strenggläubige Muslima soll in Belgien nach dem Willen der Staatsanwaltschaft 18 Monate ins Gefängnis, weil sie sich gewaltsam gegen eine Polizeikontrolle wegen ihrer Vollverschleierung gewehrt haben soll. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Strafe gegen die 27 Jahre alte Stephanie D. am Dienstag beim Prozess in Brüssel, wie die Agentur Belga berichtete.

Die Angeklagte selbst erschien am Dienstag nicht vor Gericht. Die Frau war im Frühjahr 2012 in der belgischen Hauptstadt festgenommen und auf eine Polizeiwache gebracht worden, als sie einen das Gesicht fast ganz verhüllenden Schleier (Nikab) trug. Solche Gewänder sind in Belgien verboten. Ein Gesetz untersagt "das Tragen jedes Kleidungsstücks, welches das Gesicht ganz oder hauptsächlich verhüllt". Normale Kopftücher fallen also nicht unter das Verbot.

Aufsehen um Prozess

Bei dem Prozess traten laut Belga auch mehrere Polizisten als Nebenkläger auf. Nach ihrer Darstellung hatte die Frau im Laufe der Festnahme zwei Beamte verletzt. Die Festnahme der Frau hatte für viel Aufsehen in Belgien gesorgt, nach ihr kam es zu Auseinandersetzungen zwischen aufgebrachten Jugendlichen und der Polizei im Brüsseler Problembezirk Molenbeek. (APA, 8.12.2015)

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