Nach Insolvenz: AGO-Mitarbeiter sollen Kontos überziehen können

7. Dezember 2015, 15:11
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Gewerkschaft und Sozialministerium streben Lösung mit Banken an

Wien – Der finanziell schwer angeschlagene Personaldienstleister AGO (Akademischer Gästedienst in Österreich) hat für Donnerstag einen Insolvenzantrag angekündigt. Ein Gutteil der 278 Mitarbeiter ist im IT-Bereich von AKH und Krankenanstaltenverbund beschäftigt. Gewerkschaft und Sozialministerium bemühen sich – wie in der Causa Zielpunkt – um einen zinsenfreien Überziehungsrahmen bei ihrer jeweiligen Bank.

AGO ist seinen Mitarbeitern noch das aktuelle Gehalt sowie das Weihnachtsgeld schuldig. "Wir streben eine Bankenlösung an", sagte eine Sprecherin der Gemeindebediensteten-Gewerkschaft "younion" am Montag auf Anfrage. Soll heißen: Im Einvernehmen mit den Banken soll es Mitarbeitern möglich sein, ihr Konto zinsenfrei zu überziehen, bis die ausstehenden Gehälter nachbezahlt werden.

Bei der Zielpunkt-Pleite wurde in Bezug auf noch offene Löhne eine solche Lösung erreicht. Man sei bereits in Gesprächen mit dem Sozialministerium, hieß es. Im Büro von Minister Rudolf Hundstorfer bestätigte man, dass eine derartige Lösung angestrebt werde.

Von der Insolvenz sind 278 Mitarbeiter betroffen, von denen etwas mehr als 100 als IT-Kräfte im städtischen Krankenanstaltenverbund (KAV) beschäftigt sind. (APA, 7.12.2015)

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